Über 150 Expert:innen gestalten im Bergischen Land den Übergang von der Schule in den Beruf neu

Jana Fuchs
Jana Fuchs
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Ein Plakat mit einem hellgelben Hintergrund, auf dem eine vielfältige Gruppe von Menschen im Kreis steht, mit der Aufschrift "Die Zukunft der Familie verlangt eine Bildung, die Kinderarbeit nicht geben kann."Jana Fuchs

Über 150 Expert:innen gestalten im Bergischen Land den Übergang von der Schule in den Beruf neu

Über 150 Experten und Expertinnen diskutieren im Rheinisch-Bergischen Kreis über den Übergang von der Schule in den Beruf

Kürzlich trafen sich mehr als 150 Fachleute im Rheinisch-Bergischen Kreis zur ersten kreisweiten Konferenz zum Thema Berufsorientierung und der Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Berufsberatungsprogramme besser auf die vielfältigen Bedürfnisse junger Menschen und lokaler Unternehmen abgestimmt werden können. Den Auftakt bildete ein Impulsvortrag von Wiebke Jessen, die eindrückliche Unterschiede im Arbeits- und Lebensverständnis junger Deutscher aufzeigte.

Die Konferenz begann mit Jessens Präsentation der SINUS-Jugendstudie, die sieben unterschiedliche Lebenswelten junger Menschen in Deutschland identifiziert. Ihre Erkenntnisse unterstrichen die Notwendigkeit individueller Berufsberatung und prägten die anschließenden Diskussionen. Teilgenommen hatten Lehrkräfte, Wirtschaftsvertreter, Politiker sowie junge Menschen selbst.

In vier Fachforen wurden zentrale Themen vertieft: die Arbeitswelten aus Sicht der Jugendlichen, persönliche Entwicklung, Erwartungen der Arbeitgeber und die Rolle der Eltern. Aus den Workshops gingen konkrete Empfehlungen hervor, darunter der Aufbau einer zentralen Online-Plattform für Berufsorientierungsmaterialien. Zudem sprachen sich die Teilnehmenden für eine engere Verzahnung von Schulen und Betrieben aus sowie für Programme, die Persönlichkeitsentwicklung in die Übergangsbegleitung integrieren.

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat seit 2012 ein starkes Netzwerk für den Übergang von der Schule in den Beruf aufgebaut, als er Modellregion der Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" wurde. Mittlerweile profitieren alle Schulformen der Region von systematischer Berufsorientierung. Die Partner aus Bildung, Wirtschaft und öffentlicher Hand arbeiten kontinuierlich zusammen, um die berufliche Ausbildung weiterzuentwickeln und die Angebote an sich wandelnde Anforderungen anzupassen.

Zu den Ergebnissen der Konferenz zählen konkrete Maßnahmen: ein einheitliches Informationsportal für Berufsorientierung, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen sowie ein Ausbau der Elternarbeit. Damit sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse, wie sie die SINUS-Studie zeigt, besser berücksichtigt und der Einstieg junger Menschen in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Veranstaltung endete mit klaren Handlungsaufforderungen zur Weiterentwicklung der Berufsberatung in der Region. Nun sollen eine zentrale Wissensplattform, engere Kooperationen mit der Wirtschaft und gezielte Elternangebote umgesetzt werden. Diese Schritte bauen auf den seit einem Jahrzehnt laufenden Bemühungen des Kreises auf, berufliche Perspektiven für alle Schülerinnen und Schüler zu stärken.

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