09 March 2026, 12:07

Kathrin Marchand schreibt bei den Winter-Paralympics 2026 Sportgeschichte

Eine Person auf Skiern mit einem Stock in der Hand vor schneebedeckten Bergen auf einem Plakat, das einen Wintersport in Graubünden, Schweiz, bewirbt, mit Text, der Informationen über den Sport enthält.

Kathrin Marchand schreibt bei den Winter-Paralympics 2026 Sportgeschichte

Kathrin Marchand wird bei den Winter-Paralympics Geschichte schreiben: Als erste Athletin nimmt sie sowohl an Olympischen als auch an Paralympischen Spielen teil – im Sommer wie im Winter. Die 35-Jährige, die zuvor bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio im Rudern an den Start ging, hat sich nun nach nur 14 Monaten Training als Skilangläuferin für die Winterspiele qualifiziert.

Marchands Weg zu den Winter-Paralympics begann nach einem Schlaganfall im Jahr 2021, der ihre Karriere als Spitzenruderin beendete. Eigentlich wollte sie sich auf ihr Medizinstudium konzentrieren, doch ein Fernsehbericht über Parasport weckte neues Interesse. Sie begann mit dem Skilanglauf, strukturierte ihr Leben um und gab ihre feste Stelle im medizinischen Bereich auf, um sich ganz auf das Training zu konzentrieren.

In ihrer neuen Disziplin machte sie schnell Furore: Bei Weltcups in Finsterau und Jakuszyce erreichte sie in Rennen der klassischen Technik die Plätze fünf, vier und schließlich sogar zwei. Ihr rasanter Aufstieg sicherte ihr die Teilnahme an den Winter-Paralympics 2026 – ganze 14 Jahre nach ihrer ersten Olympischen Qualifikation.

Marchand wird im klassischen Sprint sowie über zehn Kilometer in der klassischen Technik an den Start gehen – und dabei als erste Athletin in dieser Disziplin mit knielangen Hosen und einem kurzärmeligen Trikot antreten. Trotz ihres schnellen Wechsels bleibt sie bei ihren Medaillenchancen zurückhaltend. Eine paralympische Medaille hat sie noch nicht gewonnen; bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris verpasste sie im Rudern Bronze nur um 0,06 Sekunden.

Für die Zukunft hat Marchand bereits Interesse am Biathlon signalisiert, den sie nach den Spielen ausprobieren möchte.

Ihr Wechsel vom Rudern zum Skilanglauf stellt einen seltenen Crossover zwischen Sommer- und Winter-Paralympics dar. Ihr Debüt 2026 wird Maßstäbe setzen, während ihr Fokus darauf liegt, sich in der neuen Disziplin weiterzuentwickeln. Die Spiele werden auch ihre innovative Rennbekleidung auf die Probe stellen, die speziell für mehr Bewegungsfreiheit in der klassischen Technik konzipiert wurde.

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