AfD bleibt vorerst keine bestätigte extremistische Partei – Gericht stoppt BfV-Einstufung
AfD gewinnt Eilverfahren gegen Einstufung als rechtsextrem - AfD bleibt vorerst keine bestätigte extremistische Partei – Gericht stoppt BfV-Einstufung
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) darf die Alternative für Deutschland (AfD) vorerst nicht als bestätigt extremistische rechtsextreme Organisation einstufen. Diese Entscheidung folgt einem Gerichtsurteil, das die Behörde verpflichtet, auf weitere rechtliche Schritte zu warten. Der Streit dreht sich um den langjährigen Rechtsstreit der Partei gegen ihre Einstufung als extremistisch.
Das BfV hatte die AfD bereits 2021 als Verdachtsfall für Rechtsextremismus eingestuft – eine Klassifizierung, die das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen im Mai 2024 bestätigte. Bereits im März 2020 war der radikale Parteiflügel "Flügel" als gesichert rechtsextrem eingestuft worden. Bis Mai 2025 sollte die gesamte AfD in die Kategorie "gesichert extremistisch" hochgestuft werden. Doch das BfV erteilte eine vorläufige "Ruhenzusage", um die öffentliche Verwendung des Etiketts auszusetzen, während die Gerichte den Fall prüften.
Die AfD focht die Einstufung umgehend an. Daraufhin entschied das Verwaltungsgericht Köln, dass das BfV nun das Ergebnis des Hauptverfahrens abwarten muss, bevor es eine endgültige Entscheidung trifft. Das bedeutet, dass die Behörde die Extremismus-Einstufung gegen die Partei derzeit nicht durchsetzen darf.
Das weitere juristische Verfahren wird klären, ob die AfD ihren aktuellen Status als Verdachtsfall behält oder offiziell als bestätigt extremistische Organisation eingestuft wird. Bis dahin bleibt dem BfV untersagt, die strengere Klassifizierung öffentlich anzuwenden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den Sicherheitsbehörden und der Partei über deren politische Ausrichtung.
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