NRW startet neue Initiative gegen organisierte Kriminalität mit sieben Koordinationszentren

Lea Braun
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Eine bunte Karte der Strategischen Allianz Cyber Crime Working Group, umgeben von Logos und Namen der beteiligten Organisationen in fetter schwarzer Schrift.Lea Braun

NRW startet neue Initiative gegen organisierte Kriminalität mit sieben Koordinationszentren

Nordrhein-Westfalen baut seinen Kampf gegen organisierte und Wirtschaftskriminalität mit einem neuen Koordinationszentrum aus. Das Gemeinsame Koordinationszentrum (GeKo) wird kommunale, Landes- und Bundesbehörden zusammenbringen, um Informationen auszutauschen und Ermittlungen effizienter zu gestalten. Finanziert durch ein landesgefördertes Programm, zielt die initiative darauf ab, das Vertrauen der Bürger in demokratische Institutionen zu stärken und gleichzeitig schwere kriminelle Netzwerke zu bekämpfen.

Bis Anfang 2026 werden sieben solche Zentren in der Region aktiv sein, zwei weitere sind in Planung. Das Projekt knüpft an den Erfolg des GeKo Rhein-Wupper-Modells an, das zeigt, wie regionale Zusammenarbeit illegale Aktivitäten wirksamer unterbinden kann.

Das GeKo dient als zentrale Plattform für den Informationsaustausch, die Risikobewertung und die Beratung bei Strafverfolgungsmaßnahmen. Im Fokus stehen Schlüsselfelder der kriminalität, darunter Banden- und Clankriminalität, Sozialbetrug, Menschenschmuggel und Geldwäsche. Auch Problemimmobilien und Scheinfirmen werden gezielt untersucht.

Um entscheidende Hinweise zu sammeln, greift das Zentrum auf kommunales Fachwissen zurück – etwa aus Gewerbeämtern, Außendienstteams und Liegenschaftsverwaltungen. Diese Erkenntnisse werden dann mit Strafverfolgungsbehörden wie Zoll, Polizei und Staatsanwaltschaften geteilt. Auch die Landesbehörde für Finanzkriminalität ist in die Zusammenarbeit eingebunden.

Stefan Grawe, der in Wuppertal ansässig ist, übernimmt die Koordination des GeKo. Unterstützt wird er von einem Lenkungsausschuss sowie lokalen Ansprechpartnern in jeder teilnehmenden Kommune. Das Projekt wird mit 280.000 Euro aus Landesmitteln gefördert und erhält fachliche Begleitung durch das NRW-Programm "Interkommunale Zusammenarbeit".

Die Erweiterung folgt auf die Erfolge bestehender Zentren in Düsseldorf, Dortmund und Münster. Vier neue Standorte in Köln, Essen, Aachen und Bochum sind bereits in Betrieb, während zwei weitere in Bonn und Wuppertal in der fortgeschrittenen Planung sind. Dieses Netzwerk ermöglicht eine flächendeckendere Abdeckung und schnellere Reaktionen auf länderübergreifende kriminalität.

Die GeKo-initiative wird die Zusammenarbeit zwischen lokalen und nationalen Behörden verbessern und Ermittlungen beschleunigen. Durch die Bündelung von Ressourcen und Fachwissen sollen kriminelle Strukturen zerschlagen und das Vertrauen in öffentliche Institutionen gestärkt werden. Das Wachstum des Modells beweist seine Wirksamkeit im Kampf gegen komplexe Kriminalität durch regionale Teamarbeit.

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