Uniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten
Elias KrauseUniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten
Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten
Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenausgabe aus, um damit künftig bis zu 600 Betten zu versorgen. Ziel ist es, den Pflegeaufwand zu verringern und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer bundesweiten Initiative, die bis 2030 die Einführung solcher Technologien in allen Krankenhäusern vorsieht.
Bereits 2018 führte die Klinik als einer der Vorreiter in Deutschland das automatisierte System ein. Dabei werden individuell verpackte und beschriftete Tabletten von der Zentralapotheke bereitgestellt. Jedes Fach der Maschine enthält unterschiedliche Medikamente, sodass Pflegekräfte die Tabletten nicht mehr manuell sortieren müssen.
Die Erweiterung steht im Kontext eines größeren Trends: Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser auf automatisierte Ausgabesysteme umstellen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Zudem reduziert das System im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungsmethoden den Plastikmüll.
Um Kontaminationen zu vermeiden, entsorgt die Klinik die Tablettenboxen mit Sieben-Tage-Fächern nach Gebrauch. Zwar liegen noch keine genauen Zahlen vor, doch ähnliche Projekte wie HL4SUS am Klinikum Bayreuth haben in den vergangenen Jahren bereits die Automatisierung im Medikamententransport erprobt.
Das erweiterte System der Uniklinik Köln wird künftig Hunderten weiteren Patienten zugutekommen. Es folgt einer nationalen Vorgabe, die von allen Krankenhäusern innerhalb der nächsten vier Jahre die Umstellung auf automatisierte Ausgabesysteme verlangt. Die Veränderung soll Abläufe effizienter gestalten und Abfall reduzieren.






