07 May 2026, 20:10

Kölner Verkehrsausschuss ringt um Radwege und Straßenprojekte mit Hindernissen

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf der Straße fahren.

Kölner Verkehrsausschuss ringt um Radwege und Straßenprojekte mit Hindernissen

Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr prüft zentrale Straßenprojekte

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr mehrere wichtige Verkehrsvorhaben begutachtet. Zu den Beschlüssen zählten Anpassungen an Radwegen, geplante Sanierungen sowie Debatten über die Verkehrssteuerung. Einige Projekte stießen jedoch auf Hindernisse durch gerichtliche Entscheidungen und Personalmangel.

Für die Buchholzstraße entschied sich das Gremium für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung beibehält, aber kleinere Änderungen zugunsten von Radfahrenden vorsieht. Gleichzeitig brachte die CDU einen Vorschlag ein, den Lkw-Verkehr auf der Auf der Kaule in Refrath auszuweiten – durch eine Straßenverbreiterung und die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung.

Ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen zielte darauf ab, den Entwurf der Verwaltung für den Lerbacher Weg zu überarbeiten, insbesondere mit Fokus auf die Radinfrastruktur. Allerdings stoppte das Kölner Verwaltungsgericht ein geplantes Radwegprojekt am Hasenweg in Refrath mit der Begründung, die Verkehrsuntersuchungen seien unzureichend.

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Bei der Paffrather Straße müssen die Planer nun auf beiden Seiten geschützte Radspuren vorsehen. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll im zweiten Halbjahr 2027 beginnen. Der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda wies auf massive Personalengpässe hin: In der Abteilung für statische Verkehrssteuerung sei nur noch eine Mitarbeiterin tätig – und diese derzeit im Urlaub.

Zudem billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm für 2026 bis 2028, wobei die Finanzierung zunächst jedoch nur die Projekte des Jahres 2026 abdeckt.

Während die Sitzung bei einigen Straßen- und Radverkehrsvorhaben Fortschritte brachte, bleiben rechtliche Hürden und Personalprobleme bestehen. Die Sanierung der Leverkuser Straße startet voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027, andere Pläne harren noch der weiteren Prüfung oder Finanzierung. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, sowohl die infrastrukturellen Anforderungen als auch die administrativen Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle