Uni Duisburg-Essen startet Milliardenprojekt für einen völlig neuen Campus in Essen
Elias KrauseUni Duisburg-Essen startet Milliardenprojekt für einen völlig neuen Campus in Essen
Großprojekt "Big Picture Essen": Uni Duisburg-Essen plant radikalen Umbau des Essener Campus
Der Standort Essen der Universität Duisburg-Essen steht vor einem grundlegenden Wandel: Im Rahmen des Projekts "Big Picture Essen" sind neue Forschungszentren, erweiterte Grünflächen und eine komplette Neugestaltung der Lehrbereiche geplant. Verantwortliche sprechen von einer der größten Umstrukturierungen in der Geschichte der Hochschule.
Die Modernisierung wird voraussichtlich ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen und Kosten in "solider mittlerer dreistelliger Millionenhöhe" verursachen. Eines der ersten Vorhaben ist ein neues Wasserforschungszentrum inklusive eines eigenen Chemie-Lehrgebäudes. Bis zum Abschluss des Projekts soll der Campus 30 Prozent mehr Fläche für Forschung und Lehre bieten – das entspricht rund 10.000 zusätzlichen Quadratmetern oder etwa 15 Prozent der Gesamtfläche.
Einige Maßnahmen laufen bereits: Hörsäle und Seminarräume werden saniert, Teile der Arbeiten sollen 2023 abgeschlossen sein. Im Inneren entstehen aus klassischen Büros offene Arbeitsbereiche mit Lounge-Zonen und sogar Büroschaukeln. Ziel ist eine kollaborativere Lern- und Arbeitsumgebung.
Doch der Campus soll nicht nur akademisch aufgewertet werden, sondern auch zu einem sozialen Treffpunkt werden. Geplant sind eine Übergangszone für urbanes Gärtnern, Kulturveranstaltungen und eine Outdoor-Bar, um die Universität enger mit der Essener Innenstadt zu vernetzen. Zudem werden eine uni-eigene Kita und eine Freiluft-Sportanlage geprüft.
Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht das Wohlbefinden der Studierenden: Lern-, Erholungs- und Begegnungsräume sollen Einsamkeit entgegenwirken und das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Das Projekt wird sowohl das physische als auch das soziale Gesicht des Campus verändern. Mit erweiterten Forschungsmöglichkeiten, modernisierten Lehrräumen und neuen Gemeinschaftsflächen erhofft sich die Universität Vorteile für Studierende, Mitarbeiter:innen und die gesamte Stadt. Die Bauarbeiten und Umgestaltungen erfolgen schrittweise über die nächsten zehn Jahre.






