21 March 2026, 02:06

"The Bachelorette"-Staffel abgesagt: ABC zieht Konsequenzen nach Gewaltvorwürfen gegen Hauptdarstellerin

Plakat mit schwarzem Hintergrund, das eine Frau in einem weißen Kleid, einem blauen Schal und einem weißen Hut mit einer Feder zeigt, die in einem Feld gelber Blumen unter einem blauen Himmel steht, mit dem Text "The Bachelor of Arts Vacation August-September Number" in weißer fetter Schrift umgeben von einem goldenen Rahmen.

"The Bachelorette"-Staffel abgesagt: ABC zieht Konsequenzen nach Gewaltvorwürfen gegen Hauptdarstellerin

Die Bachelor-Reihe steht erneut im Mittelpunkt einer großen Kontroverse, nachdem ABC eine gesamte Staffel von The Bachelorette abgesagt hat. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Kritik an mangelnder Vielfalt, kultureller Sensibilität und dem Umgang mit dem Verhalten der Protagonisten abseits der Kamera. Aktuelle Ereignisse haben die langjährige Reality-Serie einmal mehr in die Schusslinie gebracht.

Die abgesagte Staffel sollte Taylor Frankie Paul in der Hauptrolle zeigen, eine ehemalige Kandidatin bei The Bachelor. ABCs Schritt erfolgte, nachdem 2023 ein Video aufgetaucht war, das Paul in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit ihrem Ex-Partner zeigt – sie ist darin zu sehen, wie sie schlägt, tritt und Stühle wirft, während ihre kleine Tochter zusieht. Dass eine bereits abgedrehte Staffel nicht ausgestrahlt wird, ist für das Format ungewöhnlich.

Die Sendung kämpft seit Langem mit Fragen der Vielfalt und Repräsentation. Rachel Lindsay war 2017 die erste schwarze Hauptdarstellerin, gefolgt von Matt James als erstem schwarzen Bachelor 2020 – beide Änderungen kamen erst nach jahrelangem öffentlichen Druck zustande. 2024 machte Jenn Tran als erste asiatisch-amerikanische Protagonistin Geschichte und löste Debatten über Inklusion aus. Doch Kandidat:innen of Color sehen sich häufig rassistischer Hetze ausgesetzt, von Online-Beleidigungen bis hin zu übermäßiger Kritik.

Auch kulturelle Unempfindlichkeit ist ein wiederkehrendes Problem. Eine 2019 in Singapur gedrehte Folge sorgte für Empörung, nachdem Teilnehmer:innen lokale Küche verspottet hatten. 2021 trat der langjährige Moderator Chris Harrison nach massiver Kritik zurück, weil er die Kandidatin Rachael Kirkconnell verteidigt hatte, die an einer Party im Stil einer Plantage vor dem Bürgerkrieg teilgenommen und ein Kostüm mit indigener Symbolik getragen hatte. Bereits 2014 hatte der ehemalige Bachelor Juan Pablo Galavis für Aufsehen gesorgt, als er schwule Menschen als "perverser" bezeichnete und sich gegen einen schwulen Hauptdarsteller aussprach.

Trotz jüngster Anerkennung für Fortschritte bei der Vielfalt bleibt umstritten, ob die Reihe rassistische und kulturelle Probleme tatsächlich angeht oder nur oberflächliche Lösungen anbietet. Manche Zuschauer:innen fordern tiefgreifendere Veränderungen jenseits symbolischer Besetzungentscheidungen.

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Die Absage von Taylor Frankie Pauls Staffel markiert einen weiteren Wendepunkt für die Bachelor-Reihe. Mit einer Geschichte voller Kontroversen – von rassistischer Unempfindlichkeit bis zu Fehlverhalten abseits der Kamera – steht die Show nun vor neuen Fragen zu ihrer Zukunft. ABCs Entscheidung spiegelt den wachsenden Druck wider, Teilnehmer:innen zur Verantwortung zu ziehen, während die Serie gleichzeitig versucht, sich weiterzuentwickeln.

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