03 April 2026, 00:08

Stilles Gedenken: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Israeli Soldaten in Helmen und Ausrüstung stehen in Jerusalems alter Stadt, einige halten Gewehre, mit Gebäuden und einem Banner im Hintergrund.

Stilles Gedenken: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen wurde des zweiten Jahrestags des Hamas-Angriffs auf Israel in einer stillen, aber beständigen Erinnerungskultur gedacht. Seit zwei Jahren finden jeden Dienstag Mahnwachen in der Stadt statt, um der Opfer des Angriffs vom 7. Oktober 2023 zu gedenken, bei dem etwa 1.200 Menschen ums Leben kamen, darunter mehr als 800 Zivilisten. Die von lokalen Initiativen organisierten Versammlungen zogen zwar kleine, aber stetige Teilnehmerzahlen an – in diesem Jahr gab es keine gemeldeten Störungen.

Der Tag begann früh mit einer Zusammenkunft um 6:56 Uhr am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders. Später, um 18 Uhr, versammelten sich etwa 40 Menschen auf dem Trotzenburgplatz und forderten die Freilassung der seit dem Angriff festgehaltenen Geiseln. Zwei Polizeibeamte sicherten die Veranstaltung ab, da es bei früheren Gedenkaktionen zu verbalen Angriffen gekommen war.

Eine Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz und eine weitere auf dem Marktplatz verliefen ohne Reaktion der Passanten. Keine kommunalen Vertreter nahmen an den Veranstaltungen teil. Im Rathaus verlasen Teilnehmer ein Interview mit einem Überlebenden und sangen die israelische Nationalhymne, wobei auffiel, dass die israelische Flagge am Gebäude nicht gehisst war.

Petra Hemming, Vorsitzende des organisierenden Vereins, betonte, dass die Gruppe zu innerisraelischen politischen Fragen keine Position beziehe. Unterdessen veröffentlichte der Newsletter "Tag in GL" wie gewohnt um 7:07 Uhr seine tägliche Zusammenfassung der lokalen Nachrichten.

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Die Mahnwachen und Kundgebungen verliefen ohne Zwischenfälle und blieben eine unaufdringliche, aber prägnante Präsenz in der Gemeinde. Die Organisatoren halten den Fokus auf das Gedenken, verzichten auf politische Aussagen und sorgen dafür, dass die Veranstaltungen jeden Dienstagabend stattfinden.

Quelle