22 March 2026, 06:06

Solingen streicht 270 Parkplätze – Händler und Anwohner protestieren gegen Veloroute 2

Eine Stadtstraße mit parkenden Autos, Gebäuden, Bäumen, Laternen, Fußgängern auf dem Gehweg, einem bewölkten Himmel und einem Parkautomaten unten.

Solingen streicht 270 Parkplätze – Händler und Anwohner protestieren gegen Veloroute 2

Pläne zur Abschaffung von über 270 Parkplätzen in Solingen stoßen auf heftigen Widerstand

Die Vorhaben, mehr als 270 Parkplätze in Solingen zu streichen, haben bei Anwohnern und lokalen Unternehmen scharfe Kritik ausgelöst. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der neuen Fahrradroute Veloroute 2 und Umgestaltungen rund um den Ohligser City-Ring. Kritisiert werden vor allem mangelnde Bürgerbeteiligung und mögliche wirtschaftliche Nachteile. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, warnt, dass das Wegfallen bequemer Parkmöglichkeiten schwerwiegende Folgen haben könnte.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen zwei Bereiche: der City-Ring in Ohligs und die Merscheider Straße. Den aktuellen Plänen zufolge sind entlang der Veloroute 2 keine neuen Parkflächen vorgesehen. Stattdessen sollen über 200 Stellplätze an der Merscheider Straße entfallen, weitere 70 in der Nähe des City-Rings.

Die MIT Solingen wirft der Stadt vor, Anwohner und Unternehmen in der frühen Planungsphase nicht ausreichend einzubinden. Zudem fehlen Lösungen für den Lieferverkehr, was zu logistischen Problemen führen könnte. Händler und Dienstleister fürchten um ihre Kunden, falls Parkplätze knapp werden.

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Doch nicht nur das Parkplatzproblem sorgt für Unmut. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Sollte die Fahrradroute den Verkehrsfluss verändern, könnten sich Verspätungen bei Buslinien häufen. Die MIT fordert die Politik nun auf, die Pläne zu überarbeiten und einen ausgewogeneren Ansatz zu finden, der Unternehmen, Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen berücksichtigt.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden eine erhebliche Anzahl an Parkplätzen entfernen, ohne Ersatz anzubieten. Betroffene Unternehmen äußern bereits Sorgen über Umsatzeinbußen und betriebliche Herausforderungen. Ohne Nachbesserungen drohen den Plänen zufolge langfristige Belastungen für die lokale Wirtschaft und das Verkehrsnetz.

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