Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026
Sechs innovative Unternehmen sind für den "Best CO₂ Utilisation 2026"-Innovationspreis nominiert worden. Der Preis würdigt bahnbrechende Technologien, die Kohlendioxid in nützliche Produkte umwandeln. Vergeben wird die Auszeichnung vom nova-Institut, CO₂ Value Europe und dem Sponsor Yncoris im Rahmen einer bevorstehenden Konferenz in Köln.
Die nominierten Lösungen decken ein breites Spektrum industrieller Anwendungen ab – von Kraftstoffen und Chemikalien bis hin zu Hochleistungsmaterialien. Jede Technologie zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig wertvolle Ressourcen aus abgetrenntem CO₂ zu gewinnen.
Die sechs Finalisten präsentieren unterschiedliche Ansätze zur CO₂-Umwandlung. Das französische Unternehmen Aerleum hat ein Direct-Carbon-Utilisation-Verfahren entwickelt, das atmosphärisches oder industrielles CO₂ in E-Methanol umwandelt. Dieser vielseitige Kraftstoff lässt sich in der Luftfahrt, Schifffahrt und als nachhaltiger Baustein für die chemische Industrie einsetzen.
In Kanada stellt CERT Systems nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) und andere kohlenstoffarme Materialien mithilfe seines Air-to-Chemicals-Verfahrens her. Die Technologie entzieht der Luft CO₂ und wandelt es direkt in Ethylen um – einen Grundstoff für verschiedene Industriezweige.
Das deutsche Unternehmen ICODOS bietet ein einzigartiges System zur E-Methanol-Produktion, das CO₂-Abscheidung mit Methanolsynthese kombiniert. Ihr Verfahren senkt den Energieverbrauch um über 70 % und erreicht eine CO₂-Nutzungsrate von mehr als 95 %, was es zu einer der effizientesten Lösungen auf diesem Gebiet macht.
Ein weiterer deutscher Finalist, CYNio, spezialisiert sich auf CO₂-basierte Isocyanate, die für Klebstoffe, Beschichtungen und Pharmazeutika unverzichtbar sind. Ihr Prozess bietet eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Herstellungsmethoden und trägt dazu bei, Versorgungsengpässe in Europa zu überwinden.
Aus den USA präsentiert OCOchem den Carbon-FluX-Elektrolyseur CFX 400, ein elektrokatatalytisches System, das abgetrenntes CO₂ und Wasser in Ameisensäure oder Kaliumformiat umwandelt. Das Gerät läuft über 1.200 Stunden stabil und bietet damit eine langlebige Lösung für die chemische Produktion.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der "CO₂-Based Fuels and Chemicals Conference 2026" statt, die am 28. und 29. April in Köln stattfindet – mit einer Online-Teilnahmemöglichkeit. Zu den früheren Preisträgern zählten Technologien zur Herstellung von kohlenstoffbasierten Batteriematerialien, Kohlenstoffnanoröhrchen und CO₂-basierten Polyurethanen, was das wachsende Potenzial der CO₂-Nutzung in der Industrie unterstreicht.
Die nominierten Technologien zeigen, wie CO₂ vom Abfallprodukt zur wertvollen Ressource wird. Jede Lösung bietet einen eigenen Ansatz, um Emissionen zu senken und gleichzeitig die industrielle Produktion zu unterstützen. Die Gewinner werden auf der Konferenz bekannt gegeben, wo Experten die Zukunft CO₂-basierter Materialien und Kraftstoffe diskutieren.






