S-Bahn Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert
Noah AlbrechtS-Bahn Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert
Große Modernisierung der S-Bahn-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach
Die S-Bahn-Verbindung zwischen Köln und Bergisch Gladbach steht vor umfassenden Aufwertungen. Die Deutsche Bahn (DB) investiert 85 Millionen Euro in moderne Signaltechnik, was zu vorübergehenden Streckensperrungen in den Jahren 2026 und 2027 führen wird. Pendler müssen zwar mit Einschränkungen rechnen, doch die Maßnahmen versprechen langfristig zuverlässigere Verbindungen.
Die erste Bauphase beginnt am 10. April 2026 und dauert bis zum 3. Juli. In dieser Zeit ersetzen Busse die S11-Linie, während die DB digitale Signaltechnik der neuesten Generation installiert. Zudem werden entlang der Strecke zusätzliche Weichen verlegt – die genaue Anzahl steht noch nicht fest, doch in Dellbrück ist bereits eine neue Weiche geplant.
Weiterführende Arbeiten finden nachts zwischen dem 7. August und dem 4. September 2026 statt. Ziel des Projekts ist es, die Strecke zu einer leistungsstarken Premium-Verbindung auszubauen. Ein neues Stellwerk soll zudem die schrittweise Einführung des europäischen Zugsicherungssystems (ETCS) in der Nähe des Bahnhofs Köln-Mülheim unterstützen.
Für 2027 sind weitere Sperrungen vorgesehen: Vom 7. bis 14. Mai wird die Strecke eine Woche lang gesperrt, gefolgt von einer dreimonatigen Vollsperre vom 9. Juli bis zum 15. Oktober. Um die Beeinträchtigungen abzumildern, wird ab dem 10. April 2026 eine provisorische Radpendlerroute 2 zwischen Köln und Bergisch Gladbach eingerichtet. Ergänzend startet mit S11-Bike ein unabhängiges Fahrradleihsystem, das Reisenden eine Alternative bietet.
Die Modernisierungsmaßnahmen bringen digitale Signaltechnik und eine höhere Zuverlässigkeit auf eine der wichtigsten Pendlerstrecken der Region. Zwar werden die Bauarbeiten den Verkehr vorübergehend beeinträchtigen, doch die 85-Millionen-Investition legt den Grundstein für eine langfristig effizientere Infrastruktur. Ersatzbusse, Radwege und Leihfahrräder sollen Pendlern helfen, die Übergangsphase zu bewältigen.






