31 March 2026, 00:06

Rückgang der Verletzungen in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Mannergruppe spielt Fußball auf einem Rasenfeld in einem Stadion mit Zuschauern im Hintergrund.

Rückgang der Verletzungen in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Verletzungen an Spieltagen in Deutschlands drei höchsten Fußball-Profiligen gehen zurück

In der vergangenen Saison ist die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit Spieltagen in den drei höchsten deutschen Fußball-Profiligen gesunken. Insgesamt wurden 1.107 Vorfälle registriert – 231 weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang um 17 Prozent fällt in eine Zeit andauernder Debatten über das Fanverhalten und die Stadionsicherheit.

Trotz der Verbesserung bleiben die Verantwortlichen besorgt über Gewalt und den Missbrauch von Pyrotechnik. Die Behörden verzeichneten einen deutlichen Anstieg bei der illegalen Verwendung von Bengalos, während Fangruppen vorwerfen, dass Berichte über flächendeckende Ausschreitungen übertrieben seien.

In der Saison 2024/25 gab es 1.107 Verletzte, darunter 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Im Vergleich zur Vorsaison 2023/24, als 1.338 Fälle dokumentiert wurden, entspricht dies einem Rückgang um 17 Prozent. NRW-Innenminister Herbert Reul bezeichnete die Zahl der Verletzungen dennoch als "inakzeptabel" und forderte konsequent Stadionverbote für gewalttätige Störer.

Auch die Anzahl der eingeleiteten Strafverfahren ging zurück: 5.197 Fälle wurden registriert – ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zur vorherigen Saison. Fast die Hälfte davon betraf Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verstöße gegen die öffentliche Ordnung oder Sachbeschädigung. Gleichzeitig stieg der Missbrauch von Pyrotechnik jedoch um 73 Prozent auf 4.783 Verstöße an.

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Fanszene-Vertretungen widersprachen der Darstellung einer grassierenden Gewalt und warfen den Behörden eine verzerrte Darstellung vor. Sie verwiesen darauf, dass Strafanzeigen und Verletzungen seit Jahren im Promillebereich lägen – trotz ausverkaufter Stadien. Zwar wurde in Berichten ein einzelner Vorfall in Niedersachsen am 20. März 2026 hervorgehoben, doch umfassende Daten zu langfristigen Maßnahmen der Vereine bleiben begrenzt.

Der Rückgang bei Verletzungen und Straftaten deutet auf Fortschritte bei der Bewältigung von Spieltagsvorfällen hin. Doch der Anstieg bei Pyrotechnik-Missbrauch und die anhaltenden Gewaltprobleme zeigen, dass die Herausforderungen bestehen bleiben. Während die Behörden auf strengere Kontrollen drängen, wehren sich Fanorganisationen gegen das, was sie als pauschale Vorverurteilung empfinden.

Quelle