Osnabrücker Karneval krönt erstmals zwei Prinzen – einer mit ausländischem Pass
Elias KrauseOsnabrücker Karneval krönt erstmals zwei Prinzen – einer mit ausländischem Pass
Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalsbürgerkomitee zwei Prinzen als sein königliches Duo gekrönt. Das diesjährige Paar bricht zudem mit der Tradition, indem es den ersten Prinzen der Stadt mit ausländischem Pass umfasst. Ihre Wahl sorgt mit ihrer mutigen und inklusiven Botschaft für Aufmerksamkeit.
Das neu ernannte Duo besteht aus Prinz Yut I., der in Thailand geboren wurde, und seinem Partner. Ihre Regentschaft markiert einen historischen Moment, denn noch nie gab es in Osnabrück eine Karnevalssaison mit zwei Prinzen gleichzeitig. Die Entscheidung des Komitees spiegelt einen Wandel hin zu mehr Vielfalt in den lokalen Bräuchen wider.
Die Prinzen haben sich das Motto "Kreuz und queer – bunt, das sind wir" gegeben. Dieser Slogan unterstreicht ihr Engagement für Inklusion und die Feier der Individualität. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter lobte die Wahl öffentlich und bezeichnete das Duo als Symbol für Freude und die Freiheit, man selbst zu sein.
Prinz Yut I. verleiht der Sache eine weitere Bedeutungsebene: Als erster Prinz mit einem nicht-deutschen Pass betont seine Ernennung die wachsende Offenheit des Karnevals für internationale Einflüsse.
Die Berufung zweier Prinzen – einer von ihnen der erste mit ausländischen Wurzeln – setzt einen neuen Präzedenzfall für den Osnabrücker Karneval. Ihr Motto und die Unterstützung der Oberbürgermeisterin deuten auf eine breitere Akzeptanz von Vielfalt innerhalb des Festes hin. Die Regentschaft des Duos wird voraussichtlich als Meilenstein in den langjährigen Traditionen des Festivals in Erinnerung bleiben.






