28 April 2026, 00:11

NRW plant schärfere Handyregeln: Grundschüler sollen komplett ohne Smartphone lernen

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe, ein Banner und ein Plakat an der Wand.

NRW plant schärfere Handyregeln: Grundschüler sollen komplett ohne Smartphone lernen

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller präsentiert neue Pläne für Handy-Nutzung an Schulen

Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) hat neue Vorschläge zur Nutzung von Smartphones an Schulen vorgelegt. Während sie für Grundschüler strengere Regeln befürwortet, setzt sie bei älteren Schülern auf einen kontrollierten Einsatz im Unterricht. Zudem betont sie die Notwendigkeit besserer Medienkompetenz, um Risiken im digitalen Raum zu begegnen.

Für Grundschulen fordert Feller ein vollständiges Handyverbot während der Schulzeit. Ihre Haltung spiegelt die Sorge um Ablenkung und den Schutz jüngerer Kinder wider.

An weiterführenden Schulen schlägt sie dagegen ein flexibleres Modell vor: Lehrkräfte sollen selbst entscheiden, wann und wie Handys im Unterricht eingesetzt werden – stets mit pädagogischem Mehrwert und unter Aufsicht. Ein unkontrollierter Gebrauch solle vermieden werden, so die Ministerin.

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Feller verwies zudem auf übergeordnete Herausforderungen, die über den Schulalltag hinausgehen. Soziale Medien, exzessive Handynutzung und Jugendschutz seien gesamtgesellschaftliche Themen. Medienkompetenz zu vermitteln, sei entscheidend, um Kinder etwa vor Gefahren wie Cyber-Grooming zu schützen.

Ihre Äußerungen fallen mit Zahlen zusammen, wonach Schüler an Gesamtschulen nur 28 Stunden pro Woche im Unterricht verbringen. Bei 110 wachen Stunden in der Woche mahnte Feller eine effiziente Nutzung der Schulzeit an – inklusive des sinnvollen Einsatzes digitaler Medien im Lernprozess.

Fellers Konzept sieht vor, die Handyregeln nach Schulstufen zu differenzieren: strenge Vorgaben für Grundschüler, mehr Entscheidungsfreiheit für Lehrkräfte an weiterführenden Schulen und einen Schwerpunkt auf Medienbildung. Ziel ist es, praktisches Lernen mit dem Schutz vor digitalen Risiken in Einklang zu bringen.

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