02 April 2026, 18:06

NRW investiert 836 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

NRW investiert 836 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 305 Millionen Euro für den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln bewilligt. Das nun auf 836 Millionen Euro veranschlagte Projekt sieht neue Haltepunkte, barrierefreie Umbauten sowie eine Verdopplung der Gleiskapazität vor. Die Bauarbeiten sollen bald beginnen, doch Verzögerungen könnten den geplanten Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 gefährden.

Ein entscheidender Durchbruch gelang dem S11-Ausbau, nachdem die DB InfraGO die Baugenehmigung erhalten hatte. Damit kann das Unternehmen nun Ausschreibungen starten und Gleissperrungen planen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle ausstehenden Genehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden.

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Die erste größere Einschränkung steht vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 an, wenn in Mülheim ein digitales Stellwerk installiert wird. Weitere Sperrungen sind vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 für den Umbau der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück vorgesehen. Zudem erhalten alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefreie Ausstattungen, darunter Aufzüge und modernisierte Bahnsteige.

Am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz entstehen zwei neue Mittelbahnsteige mit jeweils zwei S-Bahn-Gleisen. Zudem wird der komplett neue Haltepunkt Köln-Kalk West gebaut. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird auf vier Bahnsteige erweitert, und die Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach erhält ein zweites Gleis.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 alle zehn Minuten verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast im Fünf-Minuten-Takt. Allerdings steht der angestrebte Termin für das zweite Gleis Anfang 2032 aufgrund von Terminüberschneidungen mit anderen Projekten auf der Kippe.

Der Ausbau der S11 wird die Kapazität und Barrierefreiheit entlang der Strecke deutlich erhöhen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 836 Millionen Euro übernimmt der Bund 531 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, die Pendlerbedingungen für tausende Fahrgäste täglich zu verbessern. Allerdings könnten sich die Bauzeiten verschieben, da die Planer parallele Infrastrukturvorhaben koordinieren müssen.

Quelle