Neverland Ranch: Vom Märchenland zum Ort der Kontroversen
Michael Jackson schuf einst ein weitläufiges Anwesen namens Neverland Ranch, das als ein Paradies der Kindheit konzipiert war. Das 1.100 Hektar große Gelände in der Nähe von Los Olivos, Kalifornien, wurde für seine märchenhaften Attraktionen berühmt. Doch später verdunkelten juristische Probleme seinen magischen Ruf.
Jackson erwarb das Land Ende der 1980er-Jahre für 19,5 Millionen Dollar und benannte es in Anlehnung an die Fantasiewelt aus Peter Pan in Neverland um. Er stattete es mit einem Kino, einem Tanzstudio, einem Bahnhof, einem Streichelzoo, einer Spielhalle und sogar Fahrgeschäften aus. In Interviews erklärte er, das Anwesen spiegle alles wider, was ihm als Kind gefehlt habe – ein Ort, an dem "Kinder nie erwachsen werden".
Der Sänger sah sich erstmals 1993 mit Vorwürfen wegen Kindesmissbrauchs konfrontiert, erhoben von dem damals 13-jährigen Jordan Chandler. Der Fall wurde außergerichtlich mit einer Zahlung von über 20 Millionen Dollar geregelt. Ein Jahrzehnt später, 2003, wurde Jackson erneut unter ähnlichen Anschuldigungen festgenommen. Obwohl er 2005 freigesprochen wurde, hinterließ der Rechtsstreit einen Makel auf Neverland.
Nach dem Prozess kehrte Jackson nie mehr auf die Ranch zurück. Er starb am 25. Juni 2009 in einem anderen Haus in Los Angeles, fern von dem Anwesen, das er einst so sehr geliebt hatte.
Die Neverland Ranch bleibt mit Jacksons Erbe verbunden – als traumhafter Rückzugsort und zugleich als Schauplatz von Kontroversen. Das Gelände, heute seines ursprünglichen Namens und seiner Attraktionen beraubt, steht als Mahnmal für seinen Aufstieg zum Ruhm und die Skandale, die folgten. Jacksons Vision einer ewigen Kindheit endete lange vor seinem Tod.






