17 April 2026, 00:12

Neues Tool des Landessportbunds NRW soll Missbrauch in Vereinen stoppen

Plakat mit der Aufschrift "Navy Medicine Readiness & Training Command Bremerton: Sexual Assault Prevention & Response - Respect, Protect, Empower" zeigt eine Gruppe von Menschen in Uniformen und Mützen vor einem Gebäude mit Fenstern und Türen.

Neues Tool des Landessportbunds NRW soll Missbrauch in Vereinen stoppen

Landessportbund Nordrhein-Westfalen startet neues Tool gegen sexualisierte Gewalt in Vereinen

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat ein neues Instrument eingeführt, um sexualisierte Gewalt in Sportvereinen zu bekämpfen. Der sogenannte "Schutzkonzept-Generator" soll Missbrauch verhindern, indem er Vereinen hilft, Risiken zu erkennen und klare Sicherheitsregeln aufzustellen. Rund 600 Vereine werden das System zunächst testen.

Das Tool funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen und ist damit für jeden Verein einfach anwendbar. Es bietet ein Grundgerüst mit Mindeststandards, praktischen Tipps und Leitlinien – etwa die Vorgabe, dass Trainer:innen nie allein mit einem einzelnen Kind reisen dürfen.

Ein zentrales Element ist eine detaillierte visuelle Übersicht, die aufzeigt, wo besonders hohe Missbrauchsrisiken bestehen. Dazu zählen etwa Umkleidekabinen oder Einzeltrainingsstunden. Vereine können so gezielt an diesen neuralgischen Punkten ansetzen.

Lara ter Veer vom Landessportbund betont, dass sexualisierte Gewalt überall vorkommen kann – selbst in vertrauten ortsansässigen Vereinen. Ziel des Generators sei es, das Bewusstsein zu schärfen und Missbrauch bereits im Vorfeld zu verhindern.

Der Schutzkonzept-Generator wird zunächst in 600 Vereinen erprobt. Durch die Identifizierung von Gefahrenzonen und die Durchsetzung klarer Regeln soll das Tool Sportumfelder sicherer machen. Nach Auswertung der Rückmeldungen aus der Testphase plant der Landessportbund eine schrittweise Ausweitung.

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