02 April 2026, 00:28

Neue Regeln: Wer Tiertransporte organisiert, haftet jetzt für ihr Wohl

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer hölzernen, von einem Pferd gezogenen Kutsche mit gewölbter Decke, vier Rädern und einem Seitengriff, begleitet von der Inschrift "Fütterungs- und Wascharten für Schafe".

Neue Regeln: Wer Tiertransporte organisiert, haftet jetzt für ihr Wohl

In Deutschland gelten neue Vorschriften, die die Verantwortung für den Transport von Tieren verschärfen. Wer den Transport in Auftrag gibt, trägt nun die volle Verantwortung für das Wohl der Tiere – selbst wenn er die Tiere nicht selbst handelt oder betreut. Die Änderungen folgen auf wiederholte Verstöße gegen Transportstandards, die in der Vergangenheit für Kritik gesorgt hatten.

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Nach dem deutschen Tierschutzgesetz ist der Handel mit Nutztieren nur noch mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Die bisherige Ausnahme für den gewerblichen Handel mit Wirbeltieren wurde gestrichen, da es immer wieder zu Mängeln bei den Transportbedingungen kam.

Das Unternehmen, das den Rindertransport organisiert, den Spediteur auswählt und die Bedingungen festlegt, haftet nun rechtlich für das Wohlergehen der Tiere. Diese Verantwortung geht über die des Transportunternehmens oder Käufers hinaus und liegt bei demjenigen, der den Transport beauftragt.

Zwar müssen auch die Spediteure weiterhin die geltenden Vorschriften einhalten, doch die Hauptverantwortung verbleibt beim Auftraggeber – selbst wenn dieser keinen direkten Kontakt zu den Tieren hat oder während des Transports keine unmittelbaren Entscheidungen über ihr Wohl trifft.

Die überarbeiteten Regelungen sollen Lücken in der Durchsetzung des Tierschutzes schließen. Wer Nutztiertransporte arrangiert, muss nun sicherstellen, dass alle Vorgaben in jeder Phase eingehalten werden. Bei Verstößen drohen Konsequenzen nach den verschärften Bestimmungen.

AKTUALISIERUNG

New Cross-Border Transport Rules Loom in July 2026

Germany's revised animal transport regulations will expand further in July 2026. New rules will tighten oversight of cross-border movements, building on the 2026 reforms that shifted liability to transport organizers. These changes aim to address enforcement gaps and align with EU-wide efforts to improve animal welfare during transit.