21 March 2026, 16:11

Mona Neubaur unterstützt Collien Fernandes nach Deepfake-Skandal und fordert Gesetzesreform

Weißer fetter Text auf einem lila Hintergrund liest "wiki gap minsk - lasst uns die Internet-Geschlechterlücke schließen."

Mona Neubaur unterstützt Collien Fernandes nach Deepfake-Skandal und fordert Gesetzesreform

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat die Schauspielerin Collien Fernandes öffentlich unterstützt, nachdem diese Anzeige gegen ihren Ex-Mann erstattet hatte. Fernandes wirft ihm vor, mit Deepfake-Technologie gefälschte Sexvideos und Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt zu haben. Neubaur lobte ihren Mut und forderte dringende Gesetzesreformen, um digitale Gewalt wirksamer zu bekämpfen.

Fernandes reichte Ende 2025 eine 40-seitige Beschwerde beim Amtsgericht in Palma de Mallorca, Spanien, ein. Darin bezichtigt sie ihren Ex-Mann der Identitätsdiebstahls, der Erstellung gefälschter Social-Media-Profile sowie der Verbreitung von Deepfake-Sexvideos, die ihr ähneln. Zudem wirft sie ihm öffentliche Beleidigung, die Verletzung von Privatsphäre, wiederholte häusliche Gewalt und schwere Drohungen vor. Fernandes entschied sich für Spanien, da das Land strengere gesetzliche Regelungen gegen digitale Gewalt bietet als Deutschland.

Neubaur bezeichnete Fernandes als "eine mutige Frau", deren Entschluss, an die Öffentlichkeit zu gehen, anderen Betroffenen ein starkes Signal sende. Sie warnte, dass Deepfakes längst kein Einzelfall mehr seien, sondern eine wachsende Bedrohung, die schnelleres legislatives Handeln erfordere. Die stellvertretende Ministerpräsidentin kritisierte zudem bestehende rechtliche Lücken, die solche Straftaten unzureichend ahnden.

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Als Reaktion forderte Neubaur Reformen im Sexualstrafrecht, um digitale und physische Gewalt gleichzustellen. Sie schlug die Einrichtung spezialisierter Gerichte für Sexualstraftaten vor – ähnlich wie in Ländern wie Spanien. Diese sollten sowohl analoge als auch digitale Delikte behandeln, um eine konsistentere und effektivere Rechtsprechung zu gewährleisten.

Das Gericht in Palma de Mallorca hat inzwischen vorläufige Ermittlungen zu Fernandes' Beschwerde eingeleitet. Neubauers Appell für eine Gesetzesreform unterstreicht die Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen gegen digitalen Missbrauch. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Defizite der aktuellen Gesetze und die Dringlichkeit, Deepfake-bedingte Straftaten zu bekämpfen.

Quelle