23 April 2026, 14:13

Koordinierte Proteste legen Köln und Bonn am Freitag lahm

Polizeibeamte in schwarzen Uniformen und Masken stehen vor einer Menge während einer Demonstration, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund.

Koordinierte Proteste legen Köln und Bonn am Freitag lahm

Proteste sorgen am Freitagmorgen in Köln und Bonn für Unruhe

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An mehreren Orten in Köln und Bonn kam es am Freitagmorgen zu Demonstrationen, bei denen Industrieanlagen, Parteibüros und ein Rüstungskonzern ins Visier der Aktivisten gerieten. Die Polizei griff an verschiedenen Schauplätzen ein, um Blockaden zu räumen und Besetzer zu entfernen.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 10 Uhr, als etwa 20 Personen gewaltsam in die SPD-Geschäftsstelle in der Magnusstraße im Kölner Zentrum eindrangen. Sie besetzten das Foyer, setzten sich auf den Boden und weigerten sich, den Ort zu verlassen. Beamte der Bereitschaftspolizei trafen ein, nahmen ihre Personalien auf und brachten sie aus dem Gebäude. Die SPD erstattete später wegen Hausfriedensbruchs Strafanzeige.

Weniger als eine Stunde später versammelten sich über 200 Demonstranten am Industriegelände der Deutz AG in der Dillenburger Straße im Kölner Stadtteil Kalk. Die Gruppe blockierte den Zugang und versuchte, das Gelände zu betreten, während sie Transparente mit antimilitaristischen Parolen trug. Die Polizei löste die Menschenansammlung auf, beseitigte die Straßensperre und leitete Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht ein. Drei Personen, die sich widersetzten, wurden vorläufig festgenommen.

Bis 13:50 Uhr meldete die Rheinmetall AG eine weitere Störung an ihrem Standort in der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel. Eine Gruppe von 30 bis 40 teilweise vermummten Personen hatte sich vor dem Gebäude versammelt. Die Behörden rückten an, doch eine weitere Zuspitzung der Lage blieb zunächst aus.

Gegen die Beteiligten der Besetzung des SPD-Büros wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchungen zum Protest bei der Deutz AG dauern an; die Polizei prüft mögliche Verstöße gegen die öffentliche Ordnung. Die Vorfälle markieren einen Tag koordinierter Kundgebungen in der Region.

Quelle