Kölns bunte Protestwelle gegen Rassismus am internationalen Aktionstag
Jana FuchsKölns bunte Protestwelle gegen Rassismus am internationalen Aktionstag
Über tausend Menschen gingen am Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus zu protestieren und Solidarität gegen Diskriminierung in der Stadt zu zeigen. Die Veranstalter hatten mit deutlich größeren Teilnehmerzahlen gerechnet, doch die Demonstration setzte dennoch ein starkes Zeichen.
Der Marsch startete am Sudermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Die Teilnehmenden trugen bunte Fahnen und Transparente mit Parolen wie "Herz statt Hass", die sich gegen Rassismus und für eine inklusive Gesellschaft aussprachen.
Ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly, bekannt für seine politischen Karikaturen, war ebenfalls in der Nähe des Rudolfplatzes Teil der Kundgebung. Die Installation richtete sich gezielt gegen die rechtspopulistische AfD und verlieh der Veranstaltung eine provokante Note.
Antirassismus-Proteste in Köln haben seit 2021 kontinuierlich an Fahrt aufgenommen. Während frühe Demonstrationen nur wenige Hundert Menschen mobilisierten, zogen jüngere Veranstaltungen – insbesondere nach bekannt gewordenen rassistischen Gewaltvorfällen in Deutschland – Tausende an. In diesem Jahr hatten mehrere lokale Initiativen zu öffentlichen Aktionen zum internationalen Gedenktag aufgerufen.
Die Polizei hatte ursprünglich mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet. Letztlich versammelten sich jedoch etwas mehr als 1.000 Menschen – eine kleinere, aber entschlossene Gruppe.
Die Kundgebung endete mit einer deutlichen Haltung gegen Rassismus in Köln. Auch wenn die Teilnehmerzahl hinter den Erwartungen zurückblieb, unterstrich die Veranstaltung die anhaltenden Bemühungen, Diskriminierung entgegenzutreten. Solche Proteste sind in den vergangenen drei Jahren in der Stadt immer häufiger geworden.






