"Kiss-Cam"-Skandal zerstört Karriere: Wie ein Coldplay-Konzert das Leben einer Managerin veränderte
Elias Krause"Kiss-Cam"-Skandal zerstört Karriere: Wie ein Coldplay-Konzert das Leben einer Managerin veränderte
Ein virales "Kiss-Cam"-Video von einem Coldplay-Konzert im Juli 2023 hat für Kristin Cabot langfristige Folgen gehabt. Die ehemalige Personalchefin des Softwareunternehmens Astronomer wurde nach der Verbreitung des Clips, der sie und den damaligen CEO Andy Byron zeigt, im Netz beleidigt, mit Todesdrohungen bedrängt und ihre privaten Daten wurden öffentlich gemacht. Acht Monate nach ihrem Rücktritt ist sie immer noch arbeitslos, während Byron laut Berichten bereits Jobangebote erhalten haben soll.
Der Vorfall ereignete sich während eines Coldplay-Konzerts im Gillette-Stadion, als Cabot und Byron auf der großen Leinwand der "Kiss-Cam" zu sehen waren. Das Video verbreitete sich rasant, erreichte Milliarden von Aufrufen und löste eine Welle der Empörung aus. Cabot erklärte später, dass sie und ihr Partner zu diesem Zeitpunkt bereits getrennt gelebt hätten – ebenso wie Byrons Ehefrau.
Seit ihrem Rücktritt im Juli 2023 sucht Cabot vergeblich nach einer neuen Anstellung. Byron hingegen hat sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen; seit seinem Ausscheiden bei Astronomer gibt es keine bestätigten beruflichen Aktivitäten. Ihr letzter Kontakt datiert aus dem September 2025, sodass Cabot die mediale Aufarbeitung des Skandals allein bewältigen musste.
Cabot hat sich zu dem aus ihrer Sicht bestehenden Doppelstandard geäußert: Während sie massiver Kritik ausgesetzt war und sich öffentlich rechtfertigen musste, blieb Byron von der Öffentlichkeit weitgehend unbehelligt. Ihre persönlichen Daten wurden im Internet veröffentlicht, was die Belästigungen weiter verschärfte.
Die Folgen des "Kiss-Cam"-Vorfalls haben Cabot ohne Arbeit zurückgelassen und sie leidet weiterhin unter anhaltenden Anfeindungen. Byron hingegen soll laut unbestätigten Berichten bereits neue Berufschancen erhalten haben. Die gegensätzlichen beruflichen und persönlichen Entwicklungen der beiden ziehen sich nun schon über zwei Jahre hin – seit der Skandal seinen Lauf nahm.






