19 March 2026, 10:07

Hofs Wärschtlamo erobert bald die Fußgängerampeln der Stadt

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf der Straße musizieren und dabei durch eine Straße mit Gebäuden gehen, einige halten Fahnen, im Hintergrund ein Hügel und ein blauer Himmel.

Wenn's grün ist, hoppeln - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Hofs Wärschtlamo erobert bald die Fußgängerampeln der Stadt

Immer mehr deutsche Städte tauschen die klassischen Fußgängerampeln gegen lokale Kultursymbole aus. Nun hat der Trend auch Hof erreicht, wo bald der beliebte Würstchenverkäufer Wärschtlamo an den Überwegen zu sehen sein wird. Während die bayerische Landesregierung das Vorhaben ablehnt, feiern viele Kommunen die Ampeln als Ausdruck regionaler Identität.

Die Bewegung begann vor Jahren: Städte wie Nürnberg ersetzten die standardisierten Figuren durch Albrecht Dürers "Feldhase". München führte drei Ampeln mit dem Kobold Pumuckl ein, Straubing zeigte die Literaturfigur Bruder Straubinger. Deggendorf entschied sich für eine Knödel werfende Frau, und Dachau installierte an drei Standorten Figuren in traditioneller bayerischer Tracht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hofs Plan für eine Wärschtlamo-Ampel war zunächst wegen Bedenken zur Verkehrssicherheit blockiert worden. Beamte argumentierten, dass vertraute, normierte Symbole für Fußgänger klarer erkennbar seien. Doch nach öffentlicher Unterstützung erhielt die Stadt grünes Licht. Auch Augsburg zog nach und platzierte eine Figur des Kasperl nahe seinem Theater – allerdings leuchtet diese nur bei Rot als Warnsignal.

Mittlerweile haben mindestens sieben weitere Städte die Idee übernommen: Friedberg zeigt Elvis Presley, Saarbrücken den lokalen Maskottchen Saarlodri, und Trier eine Silhouette von Karl Marx. Hamburg präsentiert Ernie und Bert, Hameln den Rattenfänger, und Mainz seine Mainzelmännchen aus dem Fernsehen. Trotz Vorbehalten des bayerischen Innenministeriums reagieren die Anwohner positiv – für sie sind die Ampeln ein unterhaltsamer Ausdruck des Heimatstolzes.

Die thematischen Fußgängerampeln sind inzwischen in mehreren Städten in Betrieb, von Hofs Würstchenverkäufer bis zu Nürnbergs Hasen. Zwar dauern die Diskussionen über die Verkehrssicherheit an, doch die Beliebtheit der Entwürfe bei den Einheimischen bleibt ungebrochen. Der verspielte Trend zeigt vorerst keine Anzeichen einer Verlangsamung.

Quelle