22 April 2026, 08:08

Großeinsatz in Schwelm: Quecksilber-Leck im Wohnblock löst Evakuierung aus

Ein großer Raum voller verstreuter Abfälle und Trümmer, darunter Plastikabdeckungen, Behälter und hölzerne Gegenstände, mit Text an einer linken Wand und Metallstangen an der Decke.

Großeinsatz in Schwelm: Quecksilber-Leck im Wohnblock löst Evakuierung aus

Gefahrguteinsatz in Schwelmer Wohnblock – Quecksilber-Leck löst Großeinsatz aus

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Am 12. September 2025 rückten Rettungskräfte zu einem Gefahrguteinsatz in einem Wohnhaus in Schwelm aus. Auslöser war ein beschädigter Behälter mit Quecksilber, der im Keller des Gebäudes entdeckt worden war. Die Feuerwehr rückte umgehend in die Schützenstraße aus, um die unbekannte Substanz zu begutachten und die Umgebung abzusichern.

Einsatzleiter Jan Poschmann übernahm nach Eintreffen die Koordination, teilte das Gelände in Abschnitte ein und ordnete eine Evakuierung an. Anwohner wurden in Sicherheit gebracht, während in der Nähe ein Verletztenversorgungs- und Betreuungsbus (VER) als vorübergehende Unterkunft eingerichtet wurde. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz.

Zur sicheren Bergung und Verpackung des ausgetretenen Quecksilbers wurde ein spezielles Quecksilber-Bindemittel-Kit der Feuerwehr Wuppertal angefordert. Gleichzeitig wurden ein Gefahrgutberater und ein Messfahrzeug der Feuerwehr Gevelsberg angefordert. Oliver Dag, Leiter der Feuerwehr, und Markus Kosch trafen ein, um die Koordination zu überwachen.

Vor dem Gebäude richtete die Feuerwehr eine Dekontaminationsstation ein, in der Einsatzkräfte ihre kontaminierte Schutzkleidung ablegen und entsorgen konnten. Nach der Eindämmung der akuten Gefahr wurde die Einsatzstelle an ein Fachunternehmen für die Reinigung übergeben. Dessen Aufgabe bestand darin, eventuelle Quecksilberreste zu beseitigen und sämtliches kontaminiertes Material fachgerecht zu entsorgen.

Der Einsatz endete ohne gemeldete Verletzungen. Spezialisten übernehmen nun die abschließende Sanierung des Geländes. Die Anwohner dürfen in ihre Wohnungen zurückkehren, sobald die Sicherheit des Bereichs bestätigt ist.

Quelle