Glasfaser-Firma Phoenix Engineering meldet Insolvenz – Arbeiter ohne Lohn und Dach über dem Kopf
Noah AlbrechtGlasfaser-Firma Phoenix Engineering meldet Insolvenz – Arbeiter ohne Lohn und Dach über dem Kopf
Phoenix Engineering, ein Unternehmen für den Ausbau von Glasfaserkabeln, hat Insolvenz angemeldet. Als Gründe für den Zusammenbruch nannte das Unternehmen steigende Zinsen und eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten. Dutzende Beschäftigte sehen sich nun mit ausstehenden Löhnen, Räumungsklagen und existenziellen Nöten konfrontiert.
Die meisten Arbeiter, die größtenteils aus Rumänien und Griechenland stammen, waren im Auftrag des Unternehmens "Our Green Fiber" (OGF) mit dem Ausbau von Glasfasernetzen im Rhein-Lahn-Kreis betraut. Viele von ihnen haben seit Wochen keinen Lohn mehr erhalten – die ausstehenden Beträge belaufen sich auf mehrere tausend Euro, obwohl ihnen ein Bruttostundenlohn von 14 Euro zugesichert worden war.
Mehrere Beschäftigte berichten von massiven finanziellen Problemen. Alexandru Dodo wurde ohne Vorwarnung aus seiner Wohnung in Koblenz-Güls gedrängt. Ein weiterer Mitarbeiter, Alexandru Codrut Nicolae, schilderte eine ähnliche Situation in Vallendar, wo rund 30 Rumänen und einige Griechen plötzlich ihre Unterkünfte verlassen mussten. Da die Vermieter von Phoenix Engineering keine Mietzahlungen mehr erhielten, setzten sie die Mieter unter Druck, die Wohnungen zu räumen.
Die Arbeiter lehnen staatliche Sozialhilfe ab und suchen stattdessen rechtliche Unterstützung bei der Linken in Koblenz. Unterdessen hat der Insolvenzverwalter Schritte eingeleitet, um die ausstehenden Löhne über Insolvenzgeld abzusichern – die Ansprüche sind bis Oktober 2025 gedeckt.
Der Kollaps von Phoenix Engineering hat die Beschäftigten ohne Einkommen und Wohnsicherung zurückgelassen. Zwar sollen die Insolvenzverfahren die ausstehenden Löhne zurückholen, doch viele sind derzeit auf Rechtsbeistand angewiesen, um ihre akuten finanziellen und Wohnungsprobleme zu lösen. Der Fall zeigt, wie stark Unternehmenspleiten besonders prekär beschäftigte Arbeitnehmer treffen.






