Fußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Lea BraunFußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit Fußballturnier für Zusammenhalt statt Konkurrenz
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier zu Ende, das nicht den Wettbewerb, sondern den Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellte. Neun Mannschaften nahmen am "Kick gegen Rassismus" teil, organisiert vom lokalen "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt". Statt Pokale erhielten die Spielerinnen und Spieler Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus", um die Botschaft des Tages zu unterstreichen.
Das Turnier brachte Teams unterschiedlicher Herkunft zusammen, darunter zwei vom Abou-Bakr-Moscheevereins/Islamischen Gemeinschaft und eines von der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Alle 36 Spiele wurden ohne Schiedsrichter ausgetragen – stattdessen setzten die Teilnehmer auf Fairplay und gegenseitigen Respekt. Zwar gewann die IGMG Bergisch Gladbach e.V. den Wettbewerb, doch betonten die Veranstalter, dass der eigentliche Sieg im Feiern von Vielfalt lag.
Das "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt", ein informelles Netzwerk aus über 30 lokalen Gruppen, veranstaltete das Turnier unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz. Ziel war es zu zeigen, dass Vielfalt im Alltag funktioniert – auf und neben dem Platz. Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus gab es bundesweit ähnliche Initiativen: Mindestens zehn Städte, darunter Pfaffenhofen an der Ilm, Bottrop und Berlin, organisierten sportliche, kulturelle und bildungspolitische Aktionen.
Die jährliche Kampagne, koordiniert vom Deutschen Institut für Menschenrechte, fördert Solidarität und ein offenes Miteinander. In Bergisch Gladbach diente das Fußballturnier als praktisches Beispiel dafür, wie Gemeinschaften sich gemeinsam gegen Diskriminierung stellen können. Die Veranstaltung endete mit einer klaren Botschaft: Teamgeist und Respekt zählen mehr als der Sieg. Die symbolischen Banner, die jedes Team erhielt, bleiben eine Erinnerung an das Bekenntnis der Stadt zu Inklusion.
Mit der Beteiligung zahlreicher Städte unterstrich die Kampagne 2026 erneut: Der Kampf gegen Rassismus ist eine gemeinsame Aufgabe.






