25 April 2026, 02:06

Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren und Rohstoffe zurückgewinnen

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Kraftstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren und Rohstoffe zurückgewinnen

Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum zielt darauf ab, die Wasserstoffproduktion nachhaltiger zu gestalten. Die Initiative mit dem Namen CircuPEM konzentriert sich auf die verbesserte Rückgewinnung kritischer Rohstoffe in PEM-Elektrolyseuren. Die Förderung für das dreijährige Vorhaben beginnt im Januar 2026; die Europäische Union stellt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2,9 Millionen Euro bereit.

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Im Mittelpunkt von CircuPEM stehen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure), eine Schlüsseltechnologie für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Das Projekt soll die Abhängigkeit von teuren und knappen Rohstoffen verringern, die derzeit in diesen Systemen eingesetzt werden. Wie Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinz-Nixdorf-Institut (HNI) der Universität Paderborn, betont, sind mit diesen Materialien hohe Kosten und Versorgungsrisiken verbunden.

Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Analyse, Entwicklung und Bewertung sowie die Erarbeitung praktischer Handlungsempfehlungen. Zu den Partnern zählen das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Gemeinsam wollen sie ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure etablieren.

CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union. Ziel ist es, die Wiederverwendung kritischer Komponenten zu maximieren, um sowohl die Kosten als auch die Umweltbelastung bei der Wasserstoffherstellung zu senken.

Das Vorhaben läuft bis Anfang 2029. Die Ergebnisse könnten die Zukunft der nachhaltigen Wasserstofftechnologie prägen: Durch eine effizientere Materialnutzung ließe sich nicht nur die Produktion verbilligen, sondern auch die Abhängigkeit von knappen Ressourcen verringern. Zudem könnten die Erkenntnisse einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer grüneren Wasserstoffwirtschaft leisten.

Quelle