25 April 2026, 08:05

ARD wagt riskanten Sprung ins Gaming – doch ist das ihr Auftrag?

Eine Zeitung mit einer Zeichnung von Menschen, die ein Spiel spielen und einen Hund, betitelt mit "The Gamester Bes-T oder ein neuer Weg, Geld zu gewinnen."

ARD wagt riskanten Sprung ins Gaming – doch ist das ihr Auftrag?

Die ARD hat eine neue Initiative gestartet, um über digitales Gaming ihre Reichweite zu erweitern. Das ARD-Games-Netzwerk soll vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen, indem es Plattformen wie VR, AR und das Metaversum erkundet. Doch der Schritt hat bereits eine Debatte ausgelöst, ob die Entwicklung von Spielen überhaupt zum gesetzlichen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört.

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Das Netzwerk wird in vier zentralen Bereichen aktiv sein: Strategie, Community-Bindung, kulturelle Relevanz und Wachstum. Es knüpft an frühere Projekte an, etwa das klimathematische Spiel Green Guardians des SWR, das auf X (ehemals Twitter) wegen mangelnder Resonanz Kritik einstecken musste. Ein weiteres kürzlich veröffentlichtes Spiel für die Plattform Roblox geriet in die Schlagzeilen, nachdem es Berichte über sexuellen Missbrauch und rechtsextreme Aktivitäten auf dem Portal gegeben hatte.

Fast 50 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig digitale Spiele – die Spieler:innen sind geschlechterübergreifend gleich verteilt, das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren. Nun steht die ARD vor der Herausforderung, nachzuweisen, dass ihre Gaming-Projekte mit den Vorgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vereinbar sind. Der Erfolg wird sich an Zuschauerzahlen und der Übereinstimmung mit dem Kernauftrag des Senders messen lassen.

Kritiker hinterfragen, ob die Entwicklung eigener Computerspiele überhaupt zum Aufgabenbereich der ARD gehört. Befürworter halten den Schritt für notwendig, um in einer sich wandelnden Medienlandschaft neue Zielgruppen zu erreichen. Die ARD muss nun darlegen, wie ihre Gaming-Strategie den rechtlichen Rahmen erfüllt. Gelingt dies, könnte das Netzwerk neue Wege eröffnen, um über das klassische Programm hinaus Publikum zu gewinnen. Ausschlaggebend werden sowohl die öffentliche Resonanz als auch die Zustimmung der Aufsichtsbehörden sein.

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