FKA Twigs klagt gegen Shia LaBeoufs "unzulässige" Schweigepflicht-Vereinbarung
Lea BraunFKA Twigs klagt gegen Shia LaBeoufs "unzulässige" Schweigepflicht-Vereinbarung
FKA Twigs hat einen neuen Rechtsstreit gegen ihren ehemaligen Partner Shia LaBeouf eingeleitet. Die Sängerin klagt nun gegen eine angeblich "rechtswidrige" Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA), die sie daran hindern sollte, über sexuellen Missbrauch zu sprechen. Sie behauptet, die Vereinbarung sei Teil einer umfassenderen Strategie gewesen, sie nach der außergerichtlichen Einigung ihres Falls von 2020 im Jahr 2025 zum Schweigen zu bringen.
Twigs hatte LaBeouf bereits 2020 verklagt und ihm "unerbittlichen Missbrauch" während ihrer Beziehung vorgeworfen. Dieser Fall wurde 2025 beigelegt, doch ihre Anwältin argumentiert nun, dass die Vergleichsvereinbarung eine "unzulässige" Vertraulichkeitsklausel enthielt. Die neue Klage wirft vor, dass diese Vereinbarung gegen den STAND Act verstößt, ein Gesetz, das Verträge verbietet, die Opfer sexueller Übergriffe am öffentlichen Sprechen hindern.
Laut Klageschrift nutzte LaBeouf die NDA, um einen öffentlichen Prozess und mögliche Schadensersatzforderungen zu umgehen. Als Beleg für seine Versuche, Twigs zum Schweigen zu bringen, wird sein 2025 gestellter Antrag auf Schiedsverfahren angeführt – der später abgewiesen wurde. Twigs betont, dass es ihr nicht um Geld gehe und sie keine beruflichen oder finanziellen Interessen mit der Klage verfolge.
Stattdessen beschreibt sie den Rechtsstreit als Versuch, "ein Unrecht wiedergutzumachen". Ihr Anwaltsteam argumentiert, die NDA stehe für "fortgesetzte Bemühungen, sie und andere, die sexualisierte oder häusliche Gewalt erlitten haben, zum Schweigen zu bringen".
Im Mittelpunkt des Falls steht die Rechtmäßigkeit der NDA und ihre Auswirkungen auf Twigs' Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie einen Präzedenzfall für die Durchsetzung solcher Vereinbarungen in künftigen Fällen von Missbrauchsüberlebenden schaffen. Twigs hat deutlich gemacht, dass es ihr vor allem darum geht, die Nutzung von Vertraulichkeitsvereinbarungen zur Unterdrückung der Stimmen von Opfern anzufechten.






