Essens Innenstadt bekommt neues Gesicht – Gestaltungsverordnung in Arbeit
Elias KrauseEssens Innenstadt bekommt neues Gesicht – Gestaltungsverordnung in Arbeit
Essen arbeitet an einer neuen Gestaltungsverordnung, die das Erscheinungsbild der Innenstadt prägen soll. Die Regelungen umfassen Gebäudefassaden, Ladengeschäfte, Werbung sowie Straßenmöblierung. Wie die Stadt mitteilt, soll die Maßnahme das Zentrum attraktiver und lebenswerter für Anwohner und Besucher gestalten.
Die geplante Verordnung stützt sich auf Paragraf 89 der Bauordnung Nordrhein-Westfalens und knüpft an die Arbeit des Projekts Zukunft.Essen.Innenstadt an, das 2021 ins Leben gerufen wurde. In den vergangenen fünf Jahren lag der Fokus auf der Begrünung der Innenstadt, der Schaffung von Wasserelementen und der Anpassung an den Klimawandel. Zu den zentralen Vorhaben zählen das Grün-blaue Innenstadtband – ein grün-blauer Korridor entlang der Kettwiger und Viehofer Straße – sowie Aufwertungen rund um den Bereich der Marktkirche. Bei Bürgerworkshops im Februar 2026 zeigte sich breite Unterstützung für mehr Grünflächen, während energieeffiziente LED-Beleuchtung und regelmäßige Reinigungsaktionen bereits zu einer Aufwertung des Straßenbilds beigetragen haben.
Um weitere Anregungen zu sammeln, lädt die Stadt zu einem Präsenz-Workshop am Donnerstag, dem 26. März, ein, der sich an geladene Gastronomen, Einzelhändler und Immobilienbesitzer richtet. Zudem startet am Freitag, dem 27. März, eine Online-Umfrage, die bis Freitag, den 24. April, für alle Interessierten offensteht. Beiträge können über das Stadtportal unter www.ourwebsite/innenstadt_gestaltungsverordnung eingereicht werden.
Die Rückmeldungen aus Workshop und Umfrage fließen direkt in die finale Fassung der Verordnung ein, die bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll. Die neuen Vorschriften werden künftig die Entwicklung der Essener Innenstadt in puncto Ästhetik, Nachhaltigkeit und Nutzung des öffentlichen Raums lenken. Konkrete Beispiele für betroffene Fassadengestaltungen oder Werbeformen nannte die Stadt bisher nicht.






