14 April 2026, 18:06

Deutschlands erstes Wasserstoff-Verteilnetz versorgt Haushalte in Holzwickede

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch erneuerbarer Energien im Jahr 2008 zeigt, mit Abschnitten für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Hydro, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solar, Geothermie und Biokraftstoffe.

Deutschlands erstes Wasserstoff-Verteilnetz versorgt Haushalte in Holzwickede

Ein wegweisendes Wasserstoffprojekt in Deutschland hat einen neuen Meilenstein erreicht. Der regionale Energieversorger Westnetz betreibt in Holzwickede bei Dortmund das erste Wasserstoff-Verteilnetz des Landes. Das System nutzt umgerüstete Erdgasleitungen, um lokalen Kunden zu 100 Prozent grünen Wasserstoff zu liefern.

Das unter dem Namen H2HoWi bekannte Projekt startete im Oktober 2022, als Westnetz begann, reinen Wasserstoff durch eine umfunktionierte Erdgasleitung zu transportieren. Das Unternehmen hatte eine Mitteldruckleitung aus seinem bestehenden Netz ausgekoppelt und mit einer speziellen Wasserstoffspeicheranlage verbunden. In dieser Anlage wird zertifiziert grüner Wasserstoff höchster Qualität – der Reinheitsklasse 3.0 mit 99,9 Prozent Reinheit – bei einem Maximaldruck von 40 bar gelagert.

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Drei lokale Haushalte heizen bereits mit wasserstofftauglichen Brennwertkesseln der Marke Weishaupt Thermo Condens, die für den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff zugelassen sind. Zwei der Geräte arbeiten mit 32 Kilowatt Leistung, das dritte mit 15 Kilowatt. Der Hersteller Weishaupt bietet dieses Modell in drei Leistungsstufen an: 15, 25 und 32 Kilowatt.

Das Forschungsprojekt H2HoWi beweist, dass die bestehende Gasinfrastruktur sicheren Transport von reinem Wasserstoff ermöglicht. Die Anlage bleibt mindestens bis Ende 2026 in Betrieb und liefert wertvolle Daten für zukünftige Energielösungen.

Die Anlage in Holzwickede markiert einen wichtigen Schritt im deutschen Wandel hin zu wasserstoffbasierter Wärmeversorgung. Mit drei Haushalten, die das System bereits nutzen, zeigt das Projekt, dass umgerüstete Leitungen hochreinen Wasserstoff bewältigen können. Der Betrieb läuft bis Ende 2026 und bietet langfristige Erkenntnisse über die Rolle von Wasserstoff in nachhaltigen Energienetzen.

Quelle