21 April 2026, 14:09

Caren Jess provoziert mit zwei neuen Stücken über Macht und Verwandlung

Ein lebendiger Sketch mit majestätischen Figuren in Kronen und Capes, verschiedenen Tieren und fettem Text, der für eine Rede des Regenten betitelt ist.

Caren Jess provoziert mit zwei neuen Stücken über Macht und Verwandlung

Caren Jess präsentiert zwei provokante neue Stücke, die gesellschaftliche Normen und menschliche Vorherrschaft infrage stellen."Die Katze Eleonore" und "Bookpink – Neuankömmlinge" erkunden in mutiger Erzählweise die Themen Druck, Verwandlung und Kontrolle. Beide Produktionen haben bereits mit ihrer scharfen Kritik und expressiven Inszenierung Aufsehen erregt.

"Die Katze Eleonore" feierte 2023 in Dresden Premiere. Das Stück begleitet eine Frau, die sich in eine Katze verwandelt, um den erdrückenden Ansprüchen des menschlichen Daseins zu entfliehen. Jess verarbeitete darin persönliche Erinnerungen, darunter solche an ihre Großmutter Erdmuth, die Vogellaute allein an ihren Rufen erkennen konnte.

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"Bookpink – Neuankömmlinge" hatte kürzlich am Deutschen Theater Berlin Premiere. Die Produktion besteht aus drei Szenen, die jeweils Anpassungszwänge und strukturelle Gewalt schonungslos aufdecken. Im ersten Teil diskutiert die Familie Adler über Nationalismus und Kapitalismus. Der zweite Akt nimmt eine düstere Wendung, als bei einer Kolibri-Influencerin eine Sterilisationsprozedur schrecklich schiefgeht. Durchgehend werden Tiere als gefangen oder leidend unter menschlicher Kontrolle gezeigt.

Beide Stücke setzen sich unerbittlich klar mit schweren Themen auseinander – Sozialdarwinismus, Biologismus, Rassismusmythen, Kapitalismus und Kolonialismus. Die Pop-Art-Bühnenbilder und Kostüme verleihen den Aufführungen eine lebendige, fast chaotische Energie, die in scharfem Kontrast zum düsteren Inhalt steht.

Jess' neueste Werke zwingen das Publikum, sich mit unangenehmen Wahrheiten über Macht und Überleben zu konfrontieren. Mit Surrealismus und Satire zeigen die Stücke, wie Kontrollsysteme das Leben von Menschen und Tieren prägen. Mit ihren kühnen Bildern und vielschichtigen Erzählungen stellen sie einen provokanten Beitrag zum zeitgenössischen Theater dar.

Quelle