BSW in NRW wählt neuen Co-Vorsitzenden zwischen Hunko und Geisel
Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Nordrhein-Westfalen wählt an diesem Wochenende neuen Co-Vorsitzenden
In Nordrhein-Westfalen steht beim Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an diesem Wochenende die Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden an. Die Position war im Mai frei geworden, nachdem Jan Ristau von seinem Amt zurückgetreten war und damit eine Lücke in der Landesführung hinterließ. Zwei Kandidaten – Andrej Hunko und Thomas Geisel – bewerben sich nun um das Amt.
Der Landesverband des BSW in Nordrhein-Westfalen besteht erst seit etwas mehr als einem Jahr. Ursprünglich führten Amid Rabieh und Jan Ristau den Verband gemeinsam an. Doch Ristau trat im Mai zurück, mit der Begründung, er wolle sich auf seine berufliche Laufbahn und seine persönliche "Meinungsfreiheit" konzentrieren.
Andrej Hunko, aktuell BSW-Vorsitzender in Aachen, hat sich als Kandidat aufgestellt. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Linken hat sich einen Namen als Verfechter eines sozialistischen Internationalismus gemacht und setzt sich für Solidarität mit Kuba, Syrien und dem Donbass ein. Auf lokaler Ebene engagiert er sich gegen Gentrifizierung und für bezahlbaren Wohnraum. Seine basisnahe Arbeit und seine ablehnende Haltung zur NATO haben ihm die Unterstützung der BSW-Jugendorganisation sowie des Landesgeschäftsführers eingebracht.
Auch Thomas Geisel, ehemaliges SPD-Mitglied und Ex-Oberbürgermeister von Düsseldorf, bewirbt sich um den Posten. Seine Kandidatur gestaltet sich jedoch schwierig, da ihm innerhalb des Bündnisses breite Rückendeckung fehlt. Kritik an den Personal- und Rekrutierungsprozessen des BSW nach der Bundestagswahl hat seine Chancen zusätzlich geschmälert.
Hunko geht als Favorit ins Rennen. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf die Stärkung des politischen Dialogs, die inhaltliche Schärfung der Partei und den Ausbau der Mitgliederzahlen.
Die Wahl wird entscheiden, wer künftig an der Seite von Amid Rabieh die Geschicke des BSW in Nordrhein-Westfalen lenkt. Dank seines etablierten Aktivismus und der internen Unterstützung gilt Hunko als wahrscheinlicher Nachfolger. Das Ergebnis wird die Ausrichtung der Partei im Land für die kommende Amtszeit prägen.






