23 April 2026, 00:12

Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler tritt nach 36 Dienstjahren zurück

Mahnmal für die Opfer des Tschernobyl-Unfalls mit Blumen, Kerzen und Grünanlage in einem Park.

Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler tritt nach 36 Dienstjahren zurück

Bottrops langjähriger Oberbürgermeister Bernd Tischler tritt Ende Oktober zurück

Nach 36 Jahren im Dienst der Stadtverwaltung verzichtet Bernd Tischler auf eine erneute Kandidatur bei den Kommunalwahlen Mitte September. Mit seinem Ausscheiden endet eine Karriere, die die ehemalige Bergbaustadt zu einer Vorreiterin im Klimaschutz und in der wirtschaftlichen Entwicklung umgestaltet hat.

Tischler begann seine Laufbahn 1989 in der Bottroper Verwaltung als Leiter der Umweltplanung. Der ausgebildete Raumplaner übernahm 2006 das Amt des Oberbürgermeisters und gewann drei Mal in Folge die Wahl bereits im ersten Durchgang mit absoluter Mehrheit. In 16 Jahren an der Spitze führte er die Stadt durch einen tiefgreifenden Wandel.

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Einst als letztes Zentrum des deutschen Steinkohlebergbaus bekannt, entwickelte sich Bottrop unter Tischlers Führung zu einem Vorbild für Energieeffizienz und Klimaschutz. Er initiierte das Leuchtturmprojekt InnovationCity Bottrop, das die Modernisierung der Infrastruktur und die Reduzierung von Emissionen vorantrieb. Während seiner Amtszeit stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2009 um 8.000.

Kollegen und Bürger schätzen seit Langem seinen ruhigen und geduldigen Führungsstil. Als aufmerksamer Zuhörer und ausgleichender Vermittler genoss er über Parteigrenzen hinweg Respekt. Bei seiner Abschiedsfeier waren über 300 Gäste anwesend, darunter Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller und Regierungspräsident Andreas Bothe.

Tischler hinterlässt ein Erbe aus wirtschaftlichem Aufschwung und ökologischem Fortschritt. In seinen 36 Jahren im öffentlichen Dienst – davon 16 als Oberbürgermeister – führte er die Stadt vom industriellen Niedergang zu nachhaltigem Wachstum. Die Kommunalwahlen im September werden entscheiden, wer seine Nachfolge antritt.

Quelle