Bochum zieht seit 30 Jahren mehr Ostdeutsche an als umgekehrt
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Bochum einen stetigen Zuzug von Menschen aus Ostdeutschland verzeichnet. Seit 1991 haben etwa 15.000 Personen aus der Region ihren Wohnsitz in die Stadt verlegt. Doch der Umkehrtrend bleibt deutlich seltener.
Offizielle Zahlen zeigen, dass jährlich rund 500 Menschen aus den neuen Bundesländern nach Bochum ziehen. Dieser Trend hält seit Jahrzehnten an. Im gleichen Zeitraum lag die Zahl der Bochumer, die in den Osten abwanderten, jedoch etwa 35 Prozent niedriger.
Die Daten verdeutlichen ein klares Ungleichgewicht in den Wanderungsbewegungen: Während Ostdeutschland weiterhin einen beständigen Strom von Neuzuwanderern nach Bochum entsendet, entscheiden sich deutlich weniger Einheimische für den umgekehrten Weg.
Die Migrationslücke deutet auf eine anhaltende Bevorzugung westdeutscher Städte wie Bochum hin. Mit rund 15.000 Zuzügen seit 1991 bleibt die Stadt ein attraktiver Zielort. Gleichzeitig zeigt die geringere Zahl der Fortzüge, dass sich weniger Bewohner für einen Umzug in den Osten entscheiden.






