15 April 2026, 18:06

Bergische Uni droht Schließung ihres Top-Architekturstudiengangs trotz internationalem Ruf

Schwarz-weißer Architekturgrundriss der Universität München, der zahlreiche beschriftete Räume, Flure, Fenster und Türen zeigt.

Bergische Uni droht Schließung ihres Top-Architekturstudiengangs trotz internationalem Ruf

Die Bergische Universität erwägt die Schließung ihres renommierten Architekturstudiengangs. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund möglicher jährlicher Haushaltskürzungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro ab 2026. Lehrende und Branchenvertreter haben bereits Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Studierende und den Berufsstand geäußert.

Das Programm, in dem derzeit rund 500 Studierende eingeschrieben sind, gehört zu nur elf vergleichbaren Angeboten in Deutschland. Es genießt internationale Anerkennung, insbesondere für seine Rolle beim Solar Decathlon 2021/22. Zudem schneidet der Studiengang im CHE-Hochschulranking in puncto Studienqualität hervorragend ab und gilt als führend in den Bereichen Recycling- und Sanierungsforschung.

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Die Universitätsleitung hat die Fakultät aufgefordert, ein Neuausrichtungs-Konzept mit Fokus auf Nachhaltigkeit zu erarbeiten. Statt pauschaler Kürzungen sollen Entscheidungen anhand strategischer Kriterien und nicht durch willkürliche Streichungen getroffen werden. Einer der Vorschläge sieht vor, den klassischen Architekturstudiengang über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren auslaufen zu lassen.

Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer, bezeichnete die mögliche Schließung als "einen dramatischen Verlust" für die Branche. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden seit September 2022 125 Stellenausschreibungen für Architektinnen und Architekten veröffentlicht. Angesichts des exzellenten Rufs des Studiengangs und der guten Berufsaussichten seiner Absolventen bleibt seine Zukunft ungewiss.

Die Universität steht nun vor der Herausforderung, finanzielle Zwänge mit dem akademischen und beruflichen Wert des Programms in Einklang zu bringen. Die endgültige Entscheidung hängt vom Neuausrichtungsvorschlag der Fakultät und der langfristigen Haushaltsstrategie der Hochschule ab. Das Ergebnis könnte die Architekturausbildung in der Region für Jahre prägen.

Quelle