Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit neuem Beirat und Aktionsplan
Der Inklusionsbeirat Bergisch Gladbach hat bedeutende Schritte unternommen, um die Vertretung von Menschen mit Behinderungen in der lokalen Entscheidungsfindung zu stärken. Mit der Wahl einer neuen Vorsitzenden und Stellvertreterin, der Erweiterung des Gremiums sowie der Verabschiedung eines aktualisierten Aktionsplans sollen Inklusion und Teilhabe in der Stadtpolitik und bei kommunalen Dienstleistungen künftig stärker verankert werden.
Der Beirat wuchs von neun auf dreizehn Mitglieder an und spiegelt damit besser die Vielfalt der Stadtbevölkerung wider. Erstmals sind nun auch Menschen mit Lernbehinderungen direkt in der Arbeit des Gremiums vertreten. Zur neuen Vorsitzenden wurde Katharina Kaul gewählt, die das Katholische Jugendwerk vertritt. Als ihre Stellvertreterin fungiert Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule.
Der überarbeitete Aktionsplan Inklusion, der in leichter und verständlicher Sprache verfasst wurde, soll in Kürze dem Ausschuss für Soziales, Wohnen, Digitalisierung und Gesundheit (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt werden. Um die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen stärker in der Politik zu verankern, entsandte der Beirat Vertreter:innen in zentrale Fachausschüsse des Rates. Bürgermeister Marcel Kreutz würdigte das Engagement der Gruppe als "entscheidend für die Zukunft Bergisch Gladbachs".
Seit 2023 zählt der Beirat 20 Mitglieder, von denen etwa die Hälfte selbst eine Behinderung hat. Organisationen wie die Lebenshilfe Bergisch Gladbach, die Behindertenbeauftragte der Stadt und Selbstvertretungsgruppen bleiben zentrale Akteur:innen in seiner Arbeit.
Die Erweiterung des Gremiums und der aktualisierte Aktionsplan markieren einen Wandel hin zu mehr Barrierefreiheit in der kommunalen Verwaltung. Mit klarer Sprache und vielfältigerer Vertretung will der Beirat Inklusion fest in den städtischen Entscheidungsprozessen verankern. Der nächste Schritt ist die Verabschiedung des Plans in den anstehenden Ratssitzungen.






