10 April 2026, 16:06

AfD gewinnt bei Migranten an Zuspruch – Union verliert in Schlüsselgruppen

Gruppe von Menschen vor dem Reichstaggebäude in Berlin mit einem Banner mit der Aufschrift "Zukunft ist ein menschlicher Neustar ima", das Gebäude mit Fenstern, Säulen, Bögen und Statuen sowie umgeben von Fahnenmasten.

AfD gewinnt bei Migranten an Zuspruch – Union verliert in Schlüsselgruppen

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt wandelnde politische Bindungen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Untersuchung belegt eine wachsende Unterstützung für die AfD, insbesondere in bestimmten Herkunftsgruppen. Gleichzeitig verlieren traditionelle Parteien wie die Union in wichtigen Gemeinschaften an Zuspruch.

Die Studie analysierte Wahltrends in verschiedenen Abstammungsgruppen. Bei den Spätaussiedlern liegt die AfD mit 31 Prozent Unterstützung klar an der Spitze. In dieser Gruppe hat sich die Partei damit fest an erster Stelle etabliert.

Auch Menschen polnischer Herkunft zeigen eine starke Neigung zur AfD: 33 Prozent bevorzugen die Partei. Die Union, einst hier dominierend, hat deutlich an Rückhalt eingebüßt. Dagegen rangiert die AfD bei Wählerinnen und Wählern mit türkischen Wurzeln nur auf Platz fünf der Präferenzen.

Unter den befragten Russlanddeutschen ergibt sich ein differenziertes Bild: Die SPD bleibt mit 43 Prozent ihre erste Wahl, während Union und AfD jeweils bei 14 Prozent liegen. Damit liegt die AfD-Unterstützung in dieser Gruppe im Mittelfeld im Vergleich zu anderen Herkunftsgruppen.

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Die Ergebnisse decken sich mit jüngsten Wahlergebnissen in Nordrhein-Westfalen. Dort erreichte die AfD in mehreren Ruhrgebietsstädten zweite oder sogar erste Plätze – ein klares Indiz für ihren wachsenden Einfluss.

Die Studie unterstreicht die zunehmende Anziehungskraft der AfD in spezifischen Migrationsgemeinschaften. Besonders Spätaussiedler und Menschen polnischer Abstammung unterstützen die Partei überdurchschnittlich stark. Der Rückgang der Union in diesen Wählergruppen markiert hingegen eine bemerkenswerte Verschiebung in der politischen Landschaft Deutschlands.

Quelle