Zoll deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in NRW-Gastronomie und Taxibranche auf
Noah AlbrechtZoll deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in NRW-Gastronomie und Taxibranche auf
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben bei einer Reihe unangekündigter Kontrollen schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt. Neun Prüfer des Hauptzollamts Münster besuchten fünf Gastronomiebetriebe und ein Taxiunternehmen im Kreis Borken. Ziel der Aktion war die Bekämpfung von unfairem Wettbewerb und illegalen Beschäftigungspraktiken.
In einem ersten Betrieb wurde ein 68-jähriger Mitarbeiter ohne gültige Aufenthaltserlaubnis beschäftigt. In einem zweiten Restaurant entdeckten die Kontrolleure einen weiteren Angestellten ohne ordnungsgemäße Aufenthaltsdokumente sowie zwei Beschäftigte, die nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren. Einer dieser Arbeiter erhielt zudem einen Lohn unter dem gesetzlichen Mindestlohn.
In einem dritten Unternehmen fehlten zwei Mitarbeitern jegliche Ausweispapiere, während andere schwarz arbeiteten. Eine Person verweigerte die Zusammenarbeit mit den Ermittlern, woraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen sie eingeleitet wurde.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit, bezeichnete die Ergebnisse als erschütternd. Die Kontrollen sind Teil umfassender Maßnahmen, um gesetzestreue Unternehmen vor Konkurrenten zu schützen, die sich nicht an die Regeln halten.
Das Hauptzollamt Münster hat die Verstöße bestätigt und entsprechende Verfahren eingeleitet. Für weitere Informationen steht Verena John unter der Rufnummer 0251/4814-1306 zur Verfügung. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen gegen Schwarzarbeit und Lohnunterschreitung in der Region.






