Windkraft im Kreis Gütersloh: 18 neue Anlagen bis 2027 geplant
Im Kreis Gütersloh boomt der Windkraftausbau
Im Jahr 2023 hat der Kreis Gütersloh einen deutlichen Anstieg beim Bau von Windkraftanlagen verzeichnet: Die Behörden genehmigten 18 neue Anlagen – viermal so viele wie im Vorjahr. Der Schub geht auf Änderungen im Planungsrecht Nordrhein-Westfalens zurück, die nun höhere Türme in geringerer Entfernung zu Wohnhäusern erlauben.
Die neuen Vorschriften gestatten es, dass Windräder bis zur doppelten Höhe des Abstands zum nächsten Wohnhaus reichen. Die neuesten Modelle werden je nach Standort und Bauweise eine Gesamthöhe von 229 bis 249,5 Metern – gemessen an der Blattspitze – erreichen.
Die Deutsche WindXperts GmbH treibt die Expansion mit 13 voll genehmigten Anlagen voran. Zehn davon entstehen in Harsewinkel – sieben im Ortsteil Greffen und drei in Marienfeld. Drei weitere, für Herzebrock-Clarholz bewilligte Türme werden im Gebiet "Weißes Venn" nordöstlich von Clarholz errichtet.
Das Unternehmen investiert rund 100 Millionen Euro in die Projekte; alle Anlagen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Für eine Windkraftanlage in Spexard muss WindXperts zudem eine Ausgleichszahlung von 30.700 Euro an die Kreiskasse leisten.
Aktuell sind im Kreis Gütersloh 34 Windräder am Netz. Die Neuanlagen werden die Kapazitäten vor allem in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz – den beiden Hauptstandorten der Entwicklung – deutlich erhöhen.
Die 18 genehmigten Türme markieren einen bedeutenden Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region. Mit laufenden Bauarbeiten und der geplanten Fertigstellung bis 2027 wird sich die Windkraftleistung des Kreises spürbar steigern. Die Anpassungen im Planungsrecht haben diesen raschen Zubau erst ermöglicht.






