Willicher Stadtrat einigt sich auf Haushalt 2026 – doch Streit um Kita-Kosten bleibt
Noah AlbrechtWillicher Stadtrat einigt sich auf Haushalt 2026 – doch Streit um Kita-Kosten bleibt
Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – doch Streit um Kita-Gebühren und Wohnungspolitik bleibt
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten einstimmig zu. Die Entscheidung fiel nach einer straff organisierten Debatte, in der sich jeder Redner auf fünf Minuten beschränkte. Der neue Finanzplan tritt im Juli in Kraft, doch weiterhin gibt es Differenzen bei den Kosten für Kinderbetreuung und der Wohnungspolitik.
Die zügige Verabschiedung des Haushalts markierte einen seltenen Moment der Einigkeit unter den Fraktionen. Dennoch zeigten sich Spannungen bei konkreten Maßnahmen. Die SPD unterstützte den Plan, warnte jedoch vor Kürzungen, die Familien belasten könnten, und schlug stattdessen Einsparungen in weniger dringlichen Bereichen vor. Gleichzeitig lobte sie die Bauturbo-Initiative zur Förderung bezahlbaren Wohnraums, kritisierte aber die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende.
Eltern in Willich hatten zuvor Unmut über geplante Geschwistergebühren und steigende Betreuungskosten geäußert. Trotzdem beschloss der Rat, die bisherige Regelung beizubehalten, wonach in Kindergärten keine ermäßigten Geschwistergebühren erhoben werden. Zudem wurde die jährliche Anpassung der Kita-Gebühren dauerhaft von zwei auf drei Prozent erhöht.
Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl die Einführung von Geschwistergebühren als auch die höhere Beitragssteigerung ab. Die Fraktion der Grünen betonte zwar die Notwendigkeit der Haushaltsverabschiedung, forderte aber zugleich dringende Maßnahmen, um die angespannte Haushaltslage der Stadt zu entlasten.
Aktuell zahlen nur 24 Prozent der Kinder in Willicher Kitas Gebühren, da die meisten Anspruch auf Befreiungen haben.
Der Haushalt 2026 wird nun umgesetzt, wobei die Änderungen bei den Betreuungskosten und der Wohnungspolitik wie geplant greifen. Zwar gelang dem Rat ein Konsens über den Gesamtplan, doch bleiben die Konflikte um Familienkosten und Verkehrsverbilligungen ungelöst. Die neuen finanziellen Regelungen treten im Juli in Kraft.






