14 March 2026, 18:06

Willich baut Kinderbetreuung um – Eltern im Norden fürchten Platzmangel

Ein großes abgerissenes Gebäude in einer Stadt, umgeben von anderen Gebäuden, Straßenlaternen, Schildern, Kraftfahrzeugen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Willich baut Kinderbetreuung um – Eltern im Norden fürchten Platzmangel

Willich strukturiert in den kommenden Jahren seine Kinderbetreuungsangebote um. Mehrere Einrichtungen werden geschlossen oder verlegt, während die Stadt auf veränderte Nachfrage und finanzielle Zwänge reagiert. Eltern in den nördlichen Stadtteilen äußern Bedenken, da es für junge Familien vor Ort künftig weniger Betreuungsmöglichkeiten geben wird.

Die Stadtverwaltung kündigte an, das Übergangsprojekt Schatzkiste des DRK bis zum 31. Juli 2026 schrittweise auslaufen zu lassen. Die vom AWO betriebene Kita Blaues Haus in Schiefbahn erhält hingegen eine verlängerte freiwillige Förderung bis zum 31. Juli 2027, bevor über ihre Zukunft mit dem Träger entschieden wird.

Die Kita St. Irmgardis wird zum Ende des Kitajahres 2026/2027 geschlossen. Das Gebäude wird anschließend an die Villa Kunterbunt vermietet, die nach einer Modernisierung zum Kitajahr 2027/2028 einzieht. Die neue Einrichtung bietet erweiterte Leistungen an, darunter Mittagsverpflegung und Ganztagsbetreuung.

Ursprüngliche Pläne für einen Neubau der Kita Alperhof am bisherigen Standort wurden verworfen. Stattdessen zieht die Einrichtung in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um; das alte Gebäude soll abgerissen werden. Trotz dieser Änderungen zeigen aktuelle Berichte eine stabile oder sogar wachsende Nachfrage im Norden Willichs, wo Eltern argumentieren, dass weniger Betreuungsplätze vor Ort die Attraktivität der Gegend für Familien mindern.

Als Gründe für den Verzicht auf den Bau zweier geplanter städtischer Kitas nennen Stadtvertreter sinkende Geburtenraten und Haushaltsengpässe. Prognosen zufolge wird es bis 2029 ein Überangebot von 440 Betreuungsplätzen geben. Die Stadt und der Kirchenverband wollen die weiteren Bedarfe in Gesprächen klären.

Bis 2029 rechnet Willich mit deutlich mehr Betreuungsplätzen, als benötigt werden. Die Anpassungen sollen finanzielle Grenzen mit der sich wandelnden Nachfrage in Einklang bringen. Die Verantwortlichen haben sich zu fortlaufenden Gesprächen mit Trägern und Eltern während der Umstrukturierung verpflichtet.

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