Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung zum Jahresende
Lea BraunWilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung zum Jahresende
Die Zukunft des Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kollegs in Düsseldorf-Lierenfeld steht auf dem Spiel. Die Bildungseinrichtung, die Erwachsene in vier bis sechs Semestern zum Fachabitur oder Abitur führt, droht nun geschlossen zu werden. Über das Schicksal der Schule wird auf einer Vereinsversammlung am 11. November 2024 entschieden.
Das Kolleg wird in Trägerschaft eines Verbunds aus IHK, Handwerkskammer (HWK) und der Stadt Düsseldorf betrieben. Doch die IHK hat sich bereits zurückgezogen, und die HWK plant, ihre Unterstützung zum 31. Dezember 2024 zu beenden. Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche warnte, dass die Stadt das Kolleg ohne die HWK aufgrund schulrechtlicher Vorgaben nicht allein weiterführen könne.
Die Schülerzahlen sind von 314 im Jahr 2019 auf 204 im Jahr 2024 gesunken. Die Einrichtung bietet vor allem Erwachsene mit Berufsausbildung, Alleinerziehenden, Migrantinnen und Migranten sowie Menschen, die einen zweiten Bildungsweg einschlagen wollen, eine Chance. Mehr als 40 Lehrkräfte und Studierende demonstrierten am 29. Oktober 2024 für den Erhalt der Schule.
Eine Online-Petition zum Erhalt des Kollegs hat bereits über 1.730 Unterschriften gesammelt. Der Rückzug der HWK stürzt Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Studierende in Unsicherheit über ihre Zukunft.
Die entscheidende Vereinsversammlung am 11. November wird klären, ob das Kolleg weiterbestehen kann. Ohne die HWK darf die Stadt die Schule rechtlich nicht allein tragen – die Folgen wären direkt für die aktuellen Studierenden und Lehrkräfte spürbar.






