28 June 2026, 10:05

Wie Solingens Bestattungskultur sich in zehn Jahren radikal änderte

Zahl der Urnenbestattungen auf evangelischen Friedhöfen steigt

Wie Solingens Bestattungskultur sich in zehn Jahren radikal änderte

Bestattungstraditionen in Solingen haben sich in den letzten zehn Jahren deutlich gewandelt. Urnenbestattungen dominieren mittlerweile, während Erdbestattungen kontinuierlich zurückgehen. Dieser Wandel spiegelt breitere Veränderungen in den Bestattungsgewohnheiten und der Friedhofsverwaltung wider.

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Noch im Jahr 2014 waren Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen in den evangelischen Friedhöfen Solingens fast gleichauf. Bis 2022 entfielen jedoch bereits mehr als zwei Drittel aller Bestattungen auf Urnen. Trotz dieses Trends blieb die jährliche Gesamtzahl der Beisetzungen stabil und pendelt sich seit Jahren zwischen 800 und 850 ein.

Die Friedhöfe bieten heute ein erweitertes Angebot, um modernen Ansprüchen gerecht zu werden. Dazu zählen Wiesengräber, Kolumbarien, Baumbestattungen sowie thematische Grabstätten wie „Kunst und Kultur“ oder „Garten der Hoffnung“. Viele dieser neueren Grabformen erfordern kaum Pflege, da die Friedhofsverwaltung die Instandhaltung gegen eine einmalige Gebühr übernimmt.

Eine weitere bemerkenswerte Neuerung ist die Öffnung für Nicht-Kirchenmitglieder. Die evangelischen Friedhöfe Solingens gestatten nun auch Bestattungen für Menschen ohne kirchliche Bindung – ein Bruch mit früheren Richtlinien. Angehörige entscheiden sich häufig für pflegeleichte Gräber, um sich nicht um regelmäßige Instandhaltung kümmern zu müssen, besonders wenn sie nicht in der Nähe Solingens wohnen.

Der Trend zu Urnenbestattungen und vielfältigen, pflegearmen Alternativen hat das Bild der Solinger Friedhöfe geprägt. Weitere Informationen zu Bestattungsmöglichkeiten, Ansprechpartnern und Kosten finden sich unter friedhoefe-solingen.de. Die Veränderungen tragen veränderten Wünschen Rechnung, ohne dass sich die Zahl der Beisetzungen spürbar verändert hätte.

Quelle