30 March 2026, 00:07

Wie findet eine Gesellschaft nach dem Krieg zur Versöhnung?

Ein Plakat mit verschiedenen Händen und dem Zitat "Kultur ist etwas, das Menschen vereint" von Anastasia O. Russland, das Einheit und Vielfalt hervorhebt.

Wie findet eine Gesellschaft nach dem Krieg zur Versöhnung?

Öffentliche Diskussion über Versöhnung nach Kriegen am 23. Oktober in Münster

Am 23. Oktober findet in Münster eine öffentliche Diskussion zum Thema "Voraussetzungen und Grenzen von Versöhnungsprozessen nach Kriegen" statt. Die Veranstaltung ist Teil des jährlichen "Ökumenischen Friedensdialogs" zwischen Münster und Osnabrück. Der Eintritt ist frei; der Abend wird im Erbdrostenhof stattfinden.

Als Hauptrednerinnen führen Dr. Irina Scherbakowa, Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, und Myroslav Marynovych, Präsident des Instituts für Religion und Gesellschaft an der Ukrainischen Katholischen Universität Lwiw, durch das Gespräch. Die Dialogreihe "Gespräche für den Frieden" wird von der Stadt Münster koordiniert, Schirmherr ist Oberbürgermeister Markus Lewe, die Moderation übernimmt Dr. Jörg Luer.

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Auf dem Podium werden zudem Bischof Friedrich Kramer und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Gast sein. Die Veranstaltung knüpft an die lange Tradition gemeinsamer Friedensinitiativen von Münster und Osnabrück an, wobei konkrete Schwerpunkte des diesjährigen Austauschs oder Vergleiche zu anderen globalen Dialogformaten noch nicht bekannt gegeben wurden.

Scherbakowa bringt als ehemalige Aktivistin von Memorial – einer in Russland verbotenen Organisation – direkte Erfahrungen im Umgang mit historischen Ungerechtigkeiten ein. Marynovych steuert hingegen Perspektiven aus dem anhaltenden Ukraine-Konflikt und dessen gesellschaftlichen Folgen bei.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie Gesellschaften nach einem Krieg den Weg zur Versöhnung finden können. Die Veranstalter wollen einen Austausch zwischen Expertinnen und Experten, religiösen Würdenträgern und der Öffentlichkeit anregen. Die Veranstaltung unterstreicht damit Münsters Engagement für Friedensarbeit durch offenen Dialog und gemeinsame Reflexion.

Quelle