12 March 2026, 02:09

Warum der Internationale Tag der Putzfrau mehr als nur eine weiße Rose verdient

Eine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Uniformen räumt Müll am Straßenrand auf, mit Flaschen und anderem Müll in der Nähe, Bäume, Pfosten, Bretter und Fahrzeuge im Hintergrund und Gebäude mit Fenstern im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Warum der Internationale Tag der Putzfrau mehr als nur eine weiße Rose verdient

Jedes Jahr am 8. November begehen Unternehmen weltweit den Internationalen Tag der Putzfrau. Der Feiertag wurde 2004 von der deutschen Bibliothekarin und Autorin Gesine Schulz ins Leben gerufen. Sein Ziel war es, die oft übersehene Arbeit von Reinigungskräften zu würdigen – darunter auch diejenigen in informellen oder prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Das Datum fiel auf den Geburtstag von Schulz' fiktiver Figur Karo Rutkowsky. Schulz wollte damit auf die Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften aufmerksam machen, egal ob sie fest angestellt sind oder im Schatten der Wirtschaft tätig sind. Allein in Deutschland arbeiten etwa 600.000 Menschen in Vollzeit als Reinigungskräfte, weitere 100.000 üben Minijobs oder freiberufliche Tätigkeiten in diesem Bereich aus.

Mit der Zeit gewann der Tag unter verschiedenen Namen Anerkennung, darunter Welt-Putzfrauentag oder Tag der Wertschätzung für Reinigungskräfte. Viele Unternehmen nutzen ihn inzwischen, um ihren Reinigungskräften zu danken – oft mit der Überreichung einer weißen Rose. Trotz wachsender Beliebtheit strichen Wikipedia-Administratoren den Feiertag jedoch 2011 aus ihrer offiziellen Liste der Gedenktage.

Schulz hatte sich ursprünglich von der Wikipedia-Liste internationaler Feiertage inspirieren lassen. Bisher sind jedoch keine dokumentierten Aktionen oder Initiativen von ihr bekannt, die direkt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften – insbesondere in unregulierten Beschäftigungsverhältnissen – beigetragen hätten.

Der Internationale Tag der Putzfrau wird weiterhin weltweit begangen. Er dient als Moment der Anerkennung für eine Berufsgruppe, die oft unsichtbar bleibt. Zwar schafft der Feiertag Bewusstsein, doch konkrete Verbesserungen für Reinigungskräfte bleiben bis heute unbelegt.

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