16 March 2026, 04:05

Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Weniger Unfälle, aber mehr schwere Verletzungen

Ein Vespa GTS 300 Super ABS Roller auf einer Straße, umgeben von Bäumen, blühenden Pflanzen und einem Gebäude im Hintergrund.

Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Weniger Unfälle, aber mehr schwere Verletzungen

Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt zeigt 2025 gemischtes Bild

Die Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt wies im Jahr 2025 sowohl Fortschritte als auch anhaltende Risiken auf. Zwar sank die Gesamtzahl der Unfälle um 3 Prozent, doch stiegen schwere Verletzungen und Todesfälle unter besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Die Polizei registrierte 12.360 Vorfälle – ein Spiegelbild der aktuellen Herausforderungen auf den Straßen der Region.

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt ging 2025 auf 12.360 zurück, was einem Rückgang von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieser positiven Entwicklung nahmen leichte Verletzungen um 16 Prozent zu – gemessen an den Werten von 2019. Rasen blieb eine der Hauptursachen für schwere Unfälle und trug maßgeblich zu den 11 tödlichen Verkehrsunfällen bei, die 2025 verzeichnet wurden.

Wildunfälle blieben mit etwa 23 Prozent aller Vorfälle auf konstant hohem Niveau, was rund 2.800 Fällen entspricht. Deutlich angestiegen sind hingegen Verletzungen im Zusammenhang mit E-Scootern: Hier gab es einen Anstieg um 70 Prozent, was 25 zusätzliche Fälle im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch Motorradfahrer waren häufiger betroffen – die Zahl der Verletzten stieg von 85 im Jahr 2024 auf 100 im Jahr 2025.

Fünf Menschen kamen 2025 bei Unfällen mit Pedelecs ums Leben, vier von ihnen waren älter als 64 Jahre. Erfreulicherweise gab es keine tödlichen Verkehrsunfälle unter Kindern oder Jugendlichen. Dennoch nahm die Zahl der Schwerverletzten im Vergleich zu 2024 um etwa 5 Prozent zu – ein Zeichen für die anhaltenden Defizite in der Verkehrssicherheit.

Die Daten für 2025 zeichnen ein differenziertes Bild: Zwar gab es weniger Unfälle insgesamt, doch stiegen die Verletzungsraten bei Radfahrern, E-Scooter-Nutzern und Motorradfahrern deutlich an. Die Behörden werden voraussichtlich die Geschwindigkeitskontrollen verschärfen und den Schutz älterer Verkehrsteilnehmer als zentrale Handlungsfelder in den Fokus nehmen.

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