Ukraine reformiert Verteidigungsschulung: Pflichtkurse und Widerstandszentren eingeführt
Lea BraunUkraine reformiert Verteidigungsschulung: Pflichtkurse und Widerstandszentren eingeführt
Die Ukraine hat mit einem am 25. März verabschiedeten Gesetz ihr Verteidigungsschulungssystem grundlegend reformiert. Die Reform führt eine verpflichtende Ausbildung für Studierende ein undrichtet landesweit spezielle Widerstandszentren ein. Behörden bezeichnen dies als einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der nationalen Verteidigungsbereitschaft.
Das überarbeitete Programm ersetzt den bisherigen Kurs Verteidigung der Ukraine durch ein umfassenderes Fach mit dem Titel Grundlagen des nationalen Widerstands. Schulen und Hochschulen werden künftig erweitertes verteidigungsrelevantes Material vermitteln, darunter auch praktische Fähigkeiten. In den neuen Zentren gehören Schießübungen mit scharfer Munition und interaktive Simulationen zum Trainingsprogramm.
Bestimmte Gruppen sind von den bewaffneten Ausbildungsmodulen befreit. Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen, die eine Teilnahme unmöglich machen, sind vollständig ausgenommen. Das Gesetz erlaubt zudem aus Glaubensgründen Verweigernden, auf waffenbezogene Übungen zu verzichten.
Neben dem Bildungsbereich regelt das Gesetz die Aufgaben staatlicher Stellen bei der Organisation und Finanzierung des Widerstandssystems. Zudem erhält die ukrainische Luftwaffe vorübergehend die Befugnis, in dringenden Fällen Ausrüstung und Munition umzuverteilen.
Die Änderungen treten sofort in Kraft und integrieren die Verteidigungslehre in den regulären Unterricht. Die Ausbildungszentren nehmen ihren Betrieb nach dem neuen Rahmen auf. Die Behörden streben an, die zivile Einsatzbereitschaft zu erhöhen, dabei aber auch jenen entgegenzukommen, die nicht in vollem Umfang teilnehmen können.






