Tag der offenen Moscheen: Güterslohs Gemeinde lädt zum Dialog ein
Moscheen in ganz Deutschland öffneten am Tag der Deutschen Einheit ihre Türen
Im Rahmen des jährlichen Tags der offenen Moscheen luden islamische Gemeinden bundesweit Besucher ein, um über den islamischen Glauben und das Gemeinschaftsleben zu informieren. Auch in Gütersloh, wo die örtliche Moschee seit den späten 1980er-Jahren fest verankert ist, öffnete sie erneut ihre Pforten für interessierte Gäste.
Die Gütersloher Moschee nahm ihren Betrieb bereits 1987 auf; drei Jahre später erwarb die Gemeinde das heutige Gebäude. Heute versammeln sich hier an stark frequentierten Tagen über 200 Gläubige. Zum diesjährigen Tag der offenen Tür konnten Besucher an Führungen teilnehmen, Gebete beobachten und sich in Vorträgen über den Islam informieren.
Das Mittagsgebet am Tag der Deutschen Einheit füllte die Moschee bis auf den letzten Platz. Trotz der bundesweiten Debatten über die türkische Religionsbehörde Diyanet und ihre Verbindungen zum Dachverband Ditib hält sich die Gütersloher Gemeinde mit politischen Diskussionen zu diesem Thema zurück. Stattdessen liegt ihr Fokus darauf, den Austausch mit der breiten Öffentlichkeit zu stärken.
Frank Mertens, der lokale Integrationsbeauftragte, lobte den kooperativen Ansatz der Moschee. Die nächste Auflage des Tags der offenen Moscheen findet 2025 an einem Freitag statt – passend zum wöchentlichen Freitagsgebet, einem zentralen Moment im islamischen Gottesdienst.
Der Tag der offenen Moscheen bleibt eine Plattform für Dialog und Verständigung. Wie viele andere islamische Gemeinden steht auch die Gütersloher Moschee Gästen aller Hintergründe offen. Die Veranstaltung im kommenden Jahr wird erneut die Möglichkeit bieten, islamische Traditionen hautnah zu erleben.






